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Günter Krönert
Die Heilung des blinden Bartimäus (Mk 10,46–52)
Bibelstunde mit dem Schwerpunkt „produktiv denken und gestalten“
Die Lehrpläne der Grund- und Hauptschule betonen übereinstimmend im grundsätzlichen Teil des Lehrplans (LP) im Kapitel I „Grundlagen und Leitlinien“ jeweils unter „Arbeit mit dem Lehrplan“ als „didaktischen Schwerpunkt“ die „Auseinandersetzung mit Problemen oder Gestaltungsaufgaben (Schwerpunkt Produktiv Denken und Gestalten)“: vgl. HS I/6.2 und GS I/4.2.
Dieser Schwerpunkt focussiert ein Anliegen, das die Intention der beiden LP klar und deutlich widerspiegelt: den gesamten Unterricht und folglich auch den Religionsunterricht (RU) schülerorientierter anzulegen. Dies bedeutet, die SchülerInnen aktiver in das Unterrichtsgeschehen und in den Lernprozess einzubinden und sie in ihren kognitiven und kreativ-gestalterischen Fähigkeiten und Fertigkeiten „produktiver“ zu fordern und zu fördern als es bisher oft der Fall war. Um es auf eine Kurzform zu bringen: Weg von einem mehr passiv-reproduktiv angelegten RU hin zu einem mehr aktiv-produktiv angelegten RU!
Ich will nun versuchen, an einer konkreten Bibelstunde exemplarisch deutlich werden zu lassen, wie dieses zentrale Anliegen der LP, das ich für sehr wichtig erachte und schätze, im RU verwirklicht werden kann. Dazu habe ich „Die Heilung eines Blinden bei Jericho“ (Mk 10, 52) gewählt.
1. Themenwahl und LP-Zielstellung
Das von mir gewählte Thema passt sehr gut zum Thema 5.4 „Dem Weg Jesu auf der Spur – sein Leben und Wirken“, obwohl es dort nicht vorgeschlagen wird. Folgen wir der „Spur“ Jesu!
1.1 Bezug zur Zielbeschreibung von 5.4 und zum 2. Einzelinhalt von 5.4.2
● Zielbeschreibung (ZB): „Sie (die SchülerInnen) sollen darauf aufmerksam werden, wie Menschen in der Begegnung mit Jesus Annahme, Erlösung und Heil erfuhren, ihm nachfolgten oder ihn ablehnten.“
● 2. Einzelinhalt (EI): Jesu Leben und Wirken löst unterschiedliche Reaktionen aus.
Der blinde Bartimäus war auf Grund seines körperlichen Gebrechens in den Augen der damaligen Zeit sowohl gesellschaftlich wie religiös ein von Gott Gezeichneter und Ausgestoßener. Dieser totale Außenseiter erfährt in der für ihn existenziell so bedeutsamen Begegnung mit Jesus zum ersten Mal in seinem Leben, dass jemand mit ihm „Mit-Leid“ hat, sich seiner „annimmt“, ihn aus seiner Isolation löst, „er-löst“ und „heilt“. Bartimäus gehen die Augen auf – sowohl in wörtlicher als auch in übertragener Bedeutung. Die von Jesus ausgelöste Reaktion: Er „folgt dem nach“, der ihn „geheilt“ und das „Heil“ gebracht hat, einem „Heiland“, und wird ein Jünger Jesu.
1.2 Bezug zum inhaltlichen Bereich 5.4.2
● 5.4.2 Menschen begegnen Jesus Christus – die Frohbotschaft kennen lernen“
Bartimäus erfährt in der Begegnung mit seinem „Meister“ („Rabbuni“, Mk 10, 51) zweierlei:
– Jesus honoriert das große Vertrauen, das Bartimäus auf ihn setzt, der weiß, wie er Jesus anzusprechen hat: Er ruft ihn zweimal mit „Jesus, Sohn Davids!“ (Vers 47 und 49) an und nicht mit „Jesus von Nazaret“ (Vers 47). Damit zeigt er Jesus, dass er als ein gläubiger, gesetzestreuer Jude in der Hl. Schrift Zuspruch und Trost in seiner misslichen Lage findet. Er fordert von Jesus gar nicht die Heilung, sondern erfleht Barmherzigkeit: „Sohn Davids, Jesus, erbarme dich meiner!“ (Vers 47). Erst, als Jesus ihn zu sich ruft und fragt: „Was soll ich dir tun?“ (Vers 51), bittet er: „Rabbuni, ich möchte wieder sehen können.“ (Vers 52).
– Jesus bestätigt Bartimäus, dass er sich richtig verhalten hat, nämlich in seinem Leid nicht zu resignieren, sondern selbst aktiv zu werden und etwas dagegen zu unternehmen („Dein Glaube hat dir geholfen.“ Mk 10,52): Er packt die willkommene Gelegenheit, als Jesus in Jericho ist, beim Schopf, lässt sich nicht einschüchtern („Viele wurden ärgerlich und befahlen ihm zu schweigen.“, Vers 48), sondern ruft ihn vertrauensvoll und hartnäckig an („Sobald er hörte, daß es Jesus von Nazaret war, rief er laut: Sohn Davids, Jesus, hab Erbarmen mit mir!“, Vers 47). Dies ist die „Frohbotschaft“, die Bartimäus in der „Begegnung“ mit Jesus Christus „kennen lernt“.
Die Frohbotschaft, die sich an Bartimäus richtet, gilt aber auch unserem Leben und dem unserer SchülerInnen, das auch nicht von Schicksalsschlägen verschont bleibt: Auch wir können mit Bartimäus gemäß der Hl. Schrift „Bittet, dann wird euch gegeben ... Denn wer bittet, der empfängt“. (Mt, 7,7f) darauf vertrauen, von Jesus „empfangen“ zu dürfen (vgl. Mt 7,8), wenn wir ihn vertrauensvoll um Kraft und Stärkung in unserem Leid bitten. So erweist sich die „Frohbotschaft“ für Bartimäus auch für uns als eine hochaktuelle, „wirk-lich“ frohmachende Botschaft.
2. Verlaufsplanung
HINFÜHRUNG
Einstimmung in die Situation des blinden Bartimäus
Stummer Impuls: Umhang, Stock, Gefäß, Augenbinde – Aussprache über die Funktion der Gegenstände, die in der sich anschließenden Lehrererzählung (LEZ) erläutert wird.
LEZ (Erzählperspektive): „Ein Mann sitzt am Weg ...“ (M 1); evtl. Aussprache
Cassetteneinsatz (Ich-Perspektive): „Woran ich mich aber nicht gewöhnen kann ...“ (M2); evtl. Aussprache
Überleitung zum Thema der Stunde
L-Information: „Der Mann am Wegrand heißt
Bartimäus und lebte zur Zeit Jesu in dem Städtchen Jericho. Heute wird er etwas ganz Außergewöhnliches erleben, was sein eintöniges, nicht gerade leichtes Leben total verändern wird!“
CE: „Was ist heute bloß los? ...“ (M 3); evtl. Aussprache
L-Impuls: „Es gibt aber ein großes Problem für Bartimäus, wenn er von Jesu geheilt werden will!“
PROBLEMFINDUNG
Auseinandersetzung mit der Situation des blinden Bartimäus:
Aussprache mit Formulierung des Problems, das sich für den blinden Bartimäus gleichsam „in den Weg stellt“: „Wie schafft es der blinde Bartimäus am Wegrand, dem die Menschen den Weg versperren und als ‚Sünder‘ nicht zu Jesus hinlassen wollen, Jesus auf sich aufmerksam zu machen?“ (o.ä.)
Themaankündigung und Zielangabe: „Ob und wie Bartimäus es erreicht, die Aufmerksamkeit Jesus auf sich zu lenken, damit werden wir uns jetzt beschäftigen!“
PROBLEMLÖSUNG
1. inhaltlicher Schritt: Bartimäus macht Jesus auf sich aufmerksam.
Arbeitsauftrag (AA) als EA, PA oder GA: Die SchülerInnen dürfen sich ausdenken (mündlich oder schriftlich) oder vorspielen, wie es Bartimäus gelingt, die Aufmerksamkeit Jesu auf sich zu ziehen.
Auswertung der Ergebnisse: Bartimäus ruft laut: „Jesus, hilf mir!“, fuchtelt mit seinem Stock wild in der Luft herum, klopft mit ihm an die Schale, wedelt mit seinem Mantel ...
Präsentation des Bibeltextes (BT) nach Mk 10, 46-48 als LEZ (M 4);
vergleichende Aussprache zwischen BT und Schülervermutungen (s. o.): B. lässt sich von den Menschen nicht einschüchtern – im Gegenteil: Er ruft sogar noch lauter: „Jesus, Sohn Davids, erbarme dich meiner!“ und signalisiert ihm damit, dass er ihm voll vertraut und sogar zutraut, dass er auch ihn heilen kann, so wie er es mit dem Blinden in Bethsaida getan hat (o. ä.). Sicherung (TA 1): „Jesus, Sohn Davids, erbarme dich meiner!“
2. inhaltlicher Schritt: Bartimäus wird von Jesus geheilt.
Begegnung mit dem BT (Mk 10, 49-52): Die SchülerInnen dürfen die „Heilung“ auf dem AB selbstständig erlesen. Der Aspekt „Nachfolge“ (vgl. Vers 52) ist absichtlich weggelassen.
Spontane Ausspreche über die Heilung des blinden Bartimäus durch Jesus.
PROBLEMERSCHLIEßUNG
Auseinandersetzung mit dem BT anhand zweier gezielter AA (arbeitsteilige PA/GA, mündlich oder schriftlich):
1. AA: Bartimäus redet Jesus jetzt mit einem anderen Titel als vorher an. Was zeigt er Jesus mit dieser Anrede?
2. AA: Jesus sagt: „Dein Glaube hat dir geholfen.“ (TA 2) Was bedeutet diese Aussage Jesu? Auswertung der beiden AA:
1. AA: „Meister“ (TA 3); B. zeigt damit, dass er Jesus höchste Ehrerbietung entgegenbringt und ihm zutraut, ihm helfen zu können (o.ä.).
2. AA: Jesus hat „Mit-Leid“ mit Bartimäus, der sich voll Vertrauen an ihn wendet (vgl. Anrede: „Jesus, Sohn Davids!“ und „Meister“), und „heilt“ ihn. Das heißt, er „er-löst“ ihn von seinem körperlichen und seelischen Gebrechen (o. ä.). (Begriff: „Heiland“, TA 4)
PROBLEMVERTIEFUNG
LI: „B. war sicherlich sehr, sehr glücklich, dass Jesus eines Tages in seine Heimatstadt gekommen ist und ihn geheilt hat. Es gibt ein Lied, das heißt: „Eines Tages kam einer ...“ (Text: A. Albrecht, Melodie: P. Janssens aus: „Wir ist mehr als ich plus du“, 1977, Peter Janssens Musik Verlag, 4404 Telgte);
Präsentation und Interpretation des Inhalts der 1., 2. und 3. Strophe im Bezug zur Intention der Religionsstunde und gemeinsames Singen der Liedstrophen. (M 5)
● Alternativ zum Lied bieten sich der Einsatz und die Erläuterung des schwarz-weiß-Holzschnittes von W. HABDANK an: „Die Heilung des Blinden“.
AUSWEITUNG
3. inhaltlicher Schritt: Bartimäus folgt Jesus nach.
LI: „Ich bin fest überzeugt, dass sich Bartimäus für seine Heilung bei Jesus auf ganz besondere Weise bedankt hat!“
LF und AA: „Wenn du Bartimäus wärest, wie würdest du Jesus für deine Heilung danken? Bei leiser Musik darfst du darüber nachdenken!“
Auswertung: freiwillige Berichte der SchülerInnen mit anschließender Präsentation der tatsächlichen Reaktion von Bartimäus per Bild (TA 5) und Bestätigung anhand des BT (TA 5); Klärung des Bedeutungsgehaltes „Nachfolge“ Jesu.
AKTUALISIERUNG und AUSKLANG
LI: „Bartimäus hat den wichtigsten Tag in seinem Leben hinter sich gebracht. Am Abend denkt er in einer stillen Stunde über das Erlebte nach.“
AA: „Verfasst eine ‚SMS‘, die Bartimäus uns schreiben könnte!“
Auswertung im Sitzkreis: Vortrag und Vorstellung der Schülerergebnisse, die als sichtbares Zeichen für die Heilung des blinden Bartimäus um die brennende „Jesuskerze“ abgelegt werden können.
● Alternativangebote zur „Differenzierung und Individualisierung“ – evtl. auch als Hausaufgabe:
– LI: „Bartimäus bringt nach diesem außergewöhnlichen Erlebnis mit Jesus seine Eindrücke in einer oder zwei weiteren Strophen zu dem Lied „Eines Tages kam einer ...“ zum Ausdruck bringen. Gemeinsames Verfassen (evtl. auch EA, PA oder GA, auch als Hausaufgabe) weiterer Liedstrophen, die zum Ausklang der Religionsstunde im Stehkreis bei brennender Kerze gesungen werden, z. Bsp.:
„Eines Tages kam einer, der hörte auf mein Rufen und mein Suchen, ging nicht weiter, blieb bei mir stehen, öffnet Augen zu neuem Sehen.“
„Eines Tages kam einer, der hörte auf mein Rufen und mein Suchen, ging nicht weiter, blieb bei mir stehen, regt mich an, mit ihm zu gehen.“
– LI: „Bartimäus hält in einem Bild oder einer symbolischen Darstellung die Begegnung mit Jesus fest.“
– AA: Die SchülerInnen malen auf einem AB gemäß dem TB weiter und stellen dar, wie sie Jesus „nachfolgen“.
3. Analyse der Verlaufsplanung hinsichtlich des Schwerpunktes „produktiv denken und gestalten“
ZUR HINFÜHRUNG
Die stumme Präsentation der realen Gegenstände regt die SchülerInnen sicherlich zu produktivem Denken und Sprechen an, wenn sie über ihre Funktion und Bedeutung nachdenken und sich äußern.
ZUR PROBLEMFINDUNG
Wenn das Problem der Stunde nicht vorschnell von der Lehrkraft vorgegeben und benannt wird, sondern durch die SchülerInnen entdeckt werden und versprachlicht werden darf, sind sie in kognitiver und sprachlicher Hinsicht wirkungsvoll gefordert und erfahren so gezielte Förderung.
ZUR PROBLEMLÖSUNG
1. TZ: Der motivierende AA auszudenken bzw. vorzuspielen, wie Bartimäus die Aufmerksamkeit Jesu auf sich lenken kann, ist in produktiv denkender Hinsicht sehr wertvoll.
2. TZ: Wenn „Lesen“ als „Sinnentnahme“ definiert ist, so ist das selbstständige, -tätige und eigenaktive Erlesen des BT eine effiziente Maßnahme der Förderung produktiven Denkens.
ZUR PROBLEMERSCHLIEßUNG
Sich mit gezielten AA auseinanderzusetzen und eine sinnvolle Lösung zu finden regt nicht nur reproduktives, sondern vor allem produktives Denken in effektiver Weise an.
ZUR PROBLEMVERTIEFUNG
Einen Liedtext im Bezug zum erarbeiteten Unterrichtsergebnis zu reflektieren und dies zutreffend zu verbalisieren fördert die SchülerInnen in der Produktivität ihrer Denk- und Sprachentwicklung und auch in musischer und musikalischer Hinsicht, wenn das Lied gesungen wird.
Die angebotene Alternative („Bilderläuterung“) ist im hohen Maße geeignet, die SchülerInnenn in kreativ-gestalterischer Hinsicht zu schulen, wenn sie nicht nur mit reproduktiven, sondern vor allem mit reorganisatorischen und entdeckenden AA betraut werden.
ZUR AUSWEITUNG
Der AA, in die Rolle von Bartimäus zu schlüpfen und aus seiner Perspektive zu überlegen, wie er Jesu danken könnte, und seine tatsächliche Reaktion im Bild zu entdecken regen in effektiver Weise produktives Denken an. Dasselbe gilt für den AA in der Aktualisierung („SMS“).
ZUR AKTUALISIERUNG und ZUM AUSKLANG
Die angebotenen Alternativen (das „Weitertexten“, eine beliebte Maßnahme im Literaturunterricht) und die bildliche oder symbolische Darstellung focussieren die kreativ-gestalterischen Kräfte der SchülerInnen sehr wirkungsvoll und nachhaltig.
4. Neubelebung des RU durch gezieltere Verwirklichung „produktiv denken und gestalten“
Die Analyse der Bibelstunde sollte deutlich werden lassen, wie der im grundsätzlichen Teil der GS- und HS-LP aufgeführte dritte didaktische Schwerpunkt („Produktiv denken und Gestalten“) im RU verwirklicht werden kann.
Ein RU, der sich dieses Anliegen zu eigen macht, wird nicht nur seine Effizienz erhöhen, sondern auch „den pädagogischen Bezug“ (NOHL) zwischen der Lehrkraft und den SchülerInnen vertiefen. So kann er auch zu einer willkommenen Neubelebung des RU führen und einen wertvollen Beitrag zu einer menschlicheren Schule leisten gemäß dem Programm: „Schule“ nicht nur „Lernort“, sondern auch „Lebensort“.
Medien (M)
M 1 (LEZ):
Ein Mann sitzt am Weg. Er sitzt jeden Tag da. Was soll er auch sonst tun?
Früh tappt er, in einen Umhang gehüllt, auf einen Stock gestützt, eine Schale in der Hand, eine Binde in der Tasche (Hinweis auf die mitgebrachten Gegenstände), unsicher und vorsichtig sich vorwärts tastend, aus seiner Hütte und setzt sich an den Straßenrand und wartet, dass ihm ein mitleidiger Mensch eine Münze in seine Schale wirft.
Abends – Woher weiß er eigentlich, dass es Abend ist? – tappt er wieder in seine Hütte zurück, zählt die Münzen, isst etwas und legt sich zur Ruhe. So geht es Tag für Tag. Er kennt es nicht anders. Er hat sich daran gewöhnt.
M 2 (CE):
„Woran ich mich nicht gewöhnen kann ist, dass mich die Menschen wie den letzten Dreck behandeln, obwohl ich überhaupt nichts angestellt habe. ‚Du bist ein Sünder‘, sagen sie, ‚weil du blind bist! Gott hat dich für deine bösen Taten bestraft!‘ Sie gehen mir aus dem Weg. Nicht einmal in der Synagoge bin ich erwünscht. Oft denke ich: ‚Wozu lebe ich noch? Ich bin zwar am Leben, aber eigentlich, eigentlich bin ich wie tot!‘“
M 3 (CE):
„Was ist denn heute los? Die Menschen kommen aus ihren Hütten und schreien. Was rufen sie? „‘Jesus aus Nazaret, der Wanderprediger, kommt mit seinen Jüngern vorbei!‘
Jesus? Von dem habe ich schon gehört! Der kümmert sich besonders um die Ausgestoßenen und hat schon viele von ihrem körperlichen Gebrechen befreit, z. B. hat er einen Taubstummen geheilt (vgl. Mk 7,21 ff). In Bethsaida hat er sogar einem Blinden das Augenlicht geschenkt (vgl. Mk 8,22 ff). Das ist meine Rettung. Vielleicht heilt er mich auch – warum eigentlich nicht? Ich habe doch nichts angestellt. Das weiß er genau. Er hat sicher Mitleid mit mir – er schon. Er ist doch Jesus aus dem königlichen Geschlecht Davids!“
M 4 (LEZ):
LEZ nach MK 10, 46-48; dabei ist es wichtig, den Kontrast zwischen Bartimäus, der sein ganzes Vertrauen auf Jesus setzt, und den Menschen, die Bartimäus zum Schweigen bringen wollen, inhaltlich und in der Ausdrucksstärke deutlich werden zu lassen und den zweimaligen Hilferuf von Bartimäus wortwörtlich auszusprechen (beim zweiten Mal mit größerer Lautstärke!).
M 5 (Lied):
„Eines Tages kam einer ...“
M 6 (Tafelbild):
(Zeichnungen: H. Kirchner) Download des Tafelbildes als PDF-Datei (ca. 55 KB), als Word-Datei (ca. 98 KB)
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