Konzept und Intention des Museums am Dom
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© foto: museum am dom  |
| Museum am Dom |
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Das am 6. März 2003 eröffnete Museum am Dom zeigt Kunstwerke, die vom 10. bis ins 21. Jahrhundert entstanden sind. Im Gegensatz zu den anderen Museen des Bistums zielt die Konzeption des Museums am Dom darauf ab, im spannenden Miteinander und Gegenüber von Werken unterschiedlicher Jahrhunderte und Stile das gemeinsame und vergleichbare ihrer Aussagen zu entdecken. ‚Kunst’ kommt sprachgeschichtlich von ‚künden’. Im Vordergrund steht also die Botschaft der Künstlerinnen und Künstler, ihre Antwortsuche auf die menschlichen Grundfragen: Wer bin ich? Woher komme ich? Woraus lebe ich und worauf zu? Der Dialog der Werke will die sie betrachtenden Menschen einbeziehen. Indem sie sich auf die Anfragen an die Welt-, Lebens- und womöglich auch Glaubenserfahrungen, die aus den Bildwerken sprechen, einlassen, konkretisieren sich ihre eigenen Fragestellungen und sie erfahren hierdurch eine Hilfe zur Deutung ihrer Lebenswirklichkeit. Von daher ist die Museumskonzeption nicht von kunstgeschichtlicher und chronologischer Anordung, sondern von den Inhalten der ausgestellten Kunstwerke bestimmt und stellt vor allem die Intentionen der Künstlerinnen und Künstler, welche durch die Jahrhunderte die Bildschöpfungen verursachten, vor Augen. Mit diesem Konzept wird der alte Kunst aktualisiert sowie die neue Kunst in ihrer inhaltlichen Tradition bewusst gemacht und die Möglichkeit geschaffen, statt sich an der sichtbaren Oberfläche festzumachen, in die inhaltliche Tiefe der Werke um des eigenen Gegenübers zu sich, der Welt und zu Gott vorzudringen. Der ‚Bilderwechsel’ in der Präsentation, so dank vieler Stiftungen und Leihgaben in dieser seit dem 23. Juli 2004 im Anschluss an eine ab dem 6. September 2003 gezeigte, möchte durch die somit neuen Zuordungen der Bildwerke wie auch durch die Einfügung von Wechselausstellungen in die gezeigte Sammlung der Diözese Würzburg die Besucherinnen und Besucher immer neu zu den genannten Fragestellungen anregen. Domkapitular Dr. Jürgen Lenssen
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