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Das Wappen der Diözese Würzburg

 
Das Wappen der Diözese Würzburg bezieht durch das irische Radkreuz in Schwarz auf silbernem Grund das Herkunftsland des heiligen Kilian und seiner Gefährten mit ein. Das Kreuz mit gleichlangen Balken, in der Art eines griechischen Kreuzes, ist das Zeichen für Jesus Christus. Das Rad, das in der christlichen Kunst Irlands häufig mit dem Kreuz verbunden wird, symbolisiert die Ewigkeit Gottes, der ohne Anfang und Ende ist.

Der Schild des Wappens ist im oberen Drittel geteilt durch drei aufsteigende Spitzen in Rot. Sie stellen den "fränkischen Rechen" dar, der seit dem Mittelalter als Symbol für Franken, besonders für Bistum und Domkapitel von Würzburg gilt.

Die Fürstbischöfe führten damals den fränkischen Rechen, das "Rennfähnlein" oder beide Symbole in ihren Wappen. Die Kombination beider Zeichen als Symbol des Bistums Würzburg ist erstmals 1581 belegt.

Der fränkische Rechen symbolisiert Franken auch im Bayerischen Staatswappen . Das "Rennfähnlein" führen der Regierungsbezirk Unterfranken und die Stadt Würzburg. Das 1821 wiederbegründete Domkapitel, Diözesanbibliothek und -archiv haben ebenfalls den Rechen in ihren Siegeln. Nach der Säkularisation haben die Würzburger Bischöfe - nun nicht mehr Landesherren - keine einheitliche Tradition beibehalten, Franken oder das Bistum Würzburg in ihren Wappen zu symbolisieren.

Das derzeitige Wappen der Diözese ist noch gar nicht so alt: Aus Anlaß der 1300-Jahrfeier von Mission und Martyrium der Frankenapostel im Jahr 1989 entschieden Bischof Paul-Werner und der Geistliche Rat, wieder ein solches heraldisches Symbol einzuführen. Das alte Diözesanwappen, das mit dem fränkischen Rechen gleichzusetzen war, kam im Lauf der Zeit außer Gebrauch und war durch das Wappen des jeweils amtierenden Bischofs ersetzt worden.