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Begrüßung und Eröffnung der Jahresvollversammlung 2010

Von Professor Dr. Cornelius Petrus Mayer OSA

Exzellenz!
Hochwürdigste Herren aus den Domkapiteln!
Verehrte Mitglieder und Gäste unserer Gesellschaft!
Meine Damen und Herren!

Als Geschäftsführer der Gesellschaft zur Förderung der Augustinus-Forschung leitete Professor Dr. Cornelius Mayer die Jahresvollversammlung anstelle des terminlich verhinderten Vorsitzenden Staatsminister a.D. Dr. Thomas Goppel MdL.
Als Geschäftsführer der Gesellschaft zur Förderung der Augustinus-Forschung leitete Professor Dr. Cornelius Mayer die Jahresvollversammlung anstelle des terminlich verhinderten Vorsitzenden Staatsminister a.D. Dr. Thomas Goppel MdL.
Natürlich freuen wir uns, dass Sie trotz des ungünstigen Datums – in Bayern beginnen heute die Herbstferien – unserer Einladung zur diesjährigen Vollversammlung gefolgt sind. Nicht wenige Mitglieder bedauerten lebhaft Ihr Fern-Bleiben-Müssen – allen voran der Vorsitzende unserer Gesellschaft Staatsminister a.D. Dr. Thomas Goppel, der, wie er mich wissen ließ, wegen des Parteitags der CSU, «wo gewichtige Themen, Beratungen und Entscheidungen zur Diskussion anstehen», in München bleiben müsse. «Wenn ich schon nicht kommen kann», schreibt er, «will ich den Gästen ... auf diesem Weg beste Grüße zurufen: Den ersten und hochachtenden offeriere ich dabei dem Festredner der Jahreshauptversammlung 2010, unserem Bamberger Erzbischof Professor Dr. Ludwig Schick, der den Gottesstaat Augustins mit unserer heutigen Staatenrealität vergleichen wird. Gerne wäre ich da einer der besonders interessierten Zuhörer, um zu wissen, wo wir in unserer Unsicherheit dieser Tage von Augustin lernen können». «Dr. Adolf Bauer, mein Stellvertreter im Amt», so heißt es weiter, «wird die Regularien und das Programm der Mitgliederversammlung bravourös wie immer abwickeln». Wie Sie aber sehen, glänzt auch er, auf den wir uns immer verlassen konnten, diesmal durch Abwesenheit. Kürzlich erst musste er sich einem ärztlichen Eingriff unterziehen und bedauert nicht weniger lebhaft als Dr. Goppel seine Absenz und wünscht der Versammlung ebenfalls einen guten Verlauf.

So fungiere diesmal ich, der Geschäftsführer der Gesellschaft, sozusagen als Sprachrohr unserer Vorstandsspitze und begrüße in deren Namen auftragsgemäß die Harfenistin Frau Rabea Buchberger, die laut Dr. Goppel dafür sorgen werde, «dass unsere Gäste die Einheit von Musik und Inhalten nachempfinden». Die anwesende Presse sei ebenfalls gegrüßt; es sei schon im Voraus für ihre Berichterstattung gedankt.

* * *

Obgleich meine Mitarbeiter und ich im Zentrum für Augustinus-Forschung uns allen Anwesenden verpflichtet fühlen, so möchte ich doch diesmal meinen persönlichen Dank Prof. Dr. Dieter Salch gegenüber zum Ausdruck bringen. Er ist einflussreicher Senator der hiesigen Julius-Maximilians-Universität und als solcher auf das Ansehen auch unserer Gesellschaft bedacht – namhafte Mitglieder hat er uns zugeführt. Seien Sie herzlich Willkommen geheißen und bleiben Sie uns weiterhin gewogen.

* * *

Sehr verehrter, lieber Herr Erzbischof Dr. Schick!

Ich kenne zwar nicht Ihren Terminkalender, ahne aber, dass darin für Zusagen auf Einladungen zu Feiern dieser Art nicht viel Spielraum bleibt. Ich darf aus meiner bereits am 2. Advent 2009 – also rechtzeitig! – an Sie gerichteten Einladung zitieren: «Es wäre uns eine große Ehre, wenn wir bei der Vollversammlung am 20. Oktober 2010 Sie, unseren Erzbischof, als Festredner über ein aktuelles Thema, sei es der kirchlichen Pastoral, sei es der Theologie oder der Spiritualität gewinnen könnten». Umso überraschter war ich über das Thema Ihrer Wahl, zählt doch Der Gottesstaat zum Höhepunkt des schriftstellerischen Schaffens des Kirchenvaters Augustinus. Er selbst nannte diese Schrift sein «magnum opus et arduum – sein großes und überaus schwieriges Werk». Mit dieser Themenwahl Ihres Festvortrags trafen Sie insofern noch ins Schwarze, als unser Zentrum in Kooperation mit dem Institutum Patristicum Augustinianum in Rom ebendort im Herbst 2012 ein internationales Symposion mit dem Rahmenthema Begegnung von Kulturen in Augustins De civitate dei plant. Die Vorbereitungen dazu sind bereits im Gang. Ihr Referat, um das ich Sie bitten darf, wird uns dazu wertvolle Impulse liefern.