Prof. Dr. Cornelius Petrus Mayer OSA zum 80. GeburtstagGrußwort von Prof. Dr. Axel Haase, Präsident der Julius-Maximilians-Universität WürzburgSehr geehrter Herr Professor Mayer, meine sehr geehrten Damen und Herren,
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© Franz-Karl Hoffmann  |
| Universitätspräsident Prof. Dr. Axel Haase gratuliert dem Jubilar Professor Cornelius Petrus Mayer OSA. |
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ich freue mich sehr, dass ich bei der kleinen Feier, die Sie organisiert haben, dabei sein kann, und ich möchte zu allererst unserem Jubilar gratulieren. Lieber Herr Kollege Mayer, ich wünsche Ihnen – im Namen der Julius-Maximilians-Universität und auch persönlich – alles Gute zu Ihrem 80. Geburtstag, gute Gesundheit sowie weiterhin viel Freude und Erfolg bei der Arbeit und bei allem, was Sie in die Hand nehmen.Als man mich eingeladen hat, heute hier zu sprechen, habe ich sehr gerne zugesagt, nicht zuletzt auch, weil Ihr wissenschaftliches Leben und Wirken seit Jahrzehnten eng mit der Universität Würzburg verbunden ist. Dies gilt insbesondere für den Anfang Ihrer Tätigkeit als Wissenschaftler und dann wieder für die jüngste Zeit, in der Sie nun die Früchte dieser langjährigen konstruktiven Arbeit ernten können: Sie haben in den Jahren 1950 bis 1955 an unserer Universität studiert und 1968 auch hier promoviert. 1973 folgte, ebenfalls in Würzburg, die Habilitation für das Lehrfach Dogmatik und Dogmengeschichte. Nach Lehrtätigkeiten an der Alma Julia sowie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt und an der Universität des Saarlandes nahmen Sie 1979 den Ruf auf einen Lehrstuhl an der Universität Gießen an, wo Sie bis zur Emeritierung im Jahr 1995 lehrten und forschten. Einen ganz wesentlichen Raum nahm in dieser Forschung von Beginn an Augustinus ein: Bereits 1975 nahmen Sie die Arbeit an dem Langzeitprojekt Augustinus-Lexikon auf, das zunächst von der DFG, dann von der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur gefördert wurde. Ab 1979 waren Sie Hauptherausgeber dieses Lexikons. Besonders hervorzuheben ist, dass Sie bei dieser Arbeit bereits seit Anfang der 80er Jahre konsequent die damals noch verhältnismäßig junge Informationstechnologie einsetzten. In einer Zeit, in der Computer und Internet überwiegend noch Technikern, Informatikern und experimentellen Naturwissenschaftler vorbehalten war, haben Sie große Weitsicht bewiesen, indem Sie erkannten, welchen Nutzen man auch in den Geisteswissenschaften aus dieser neuen Technologie ziehen kann. Wie vorausschauend dies damals war, davon können wir uns, da uns die Vorzüge dieser Technologie längst selbstverständlich geworden sind, kaum noch eine Vorstellung machen. Die Einbindung der Informationstechnologie war allerdings gerade auch im vorliegenden Fall durchaus nötig; denn schon das Primärwerk von Augustinus ist sehr umfangreich, und noch um ein Vielfaches umfangreicher ist die Literatur, die zu dem Kirchenlehrer erschienen ist. Diese Literatur hat zudem nicht nur einen immensen Umfang erreicht, sie ist auch über viele Bibliotheken verstreut. Dass sie heute – mithilfe von Internet, elektronischen Datenbanken und Datenträgern – von Forschern weltweit genutzt werden kann, ist nicht zuletzt das ganz besondere Verdienst von Professor Mayer. Nach seiner Emeritierung in Gießen nahm Professor Mayer sein wissenschaftliches Wirken in Würzburg wieder auf, und im Jahr 2001 wurde dann auf seine Initiative das Zentrum für Augustinusforschung (ZAF) in Würzburg gegründet, das unter seiner Leitung seit 2003 regelmäßig Augustinus-Studientage an und mit der unserer Universität veranstaltet. Kurz nach der Gründung des Zentrums wurden Gespräche über eine längerfristige und festere Bindung an die Alma Julia aufgenommen, zunächst – bis 2003 – mit meinem Amtsvorgänger Professor Berchem, anschließend mit mir. Als dann vom Vorsitzenden der Gesellschaft zur Förderung der Augustinusforschung und damaligen Wissenschaftsminister Dr. Goppel der Vorschlag kam, aus dem ZAF ein An-Institut an der Universität zu machen (das zwar finanziell und organisatorisch eigenständig, aber durch einen gemeinsamen Lenkungsausschuss, der die Aktivitäten koordiniert, wissenschaftlich mit Universität verbunden ist), haben wir dies bereitwillig aufgegriffen. Am 6. April 2006 war es schließlich so weit, das ZAF wurde mit Genehmigung des bayerischen Wissenschaftsministeriums als An-Institut eingerichtet. Die Kooperation wird getragen von über einem Dutzend von Professoren verschiedener Fakultäten unserer Universität (Theologen, Historiker, Philologen, Philosophen), die seither gemeinsame Symposien, Lektüre-Seminare und Studientage an der Alma Julia veranstalten. Zur Zeit unterstützt die Universität – gemeinsam mit dem Wissenschaftsministerium – diese Arbeit mit der Finanzierung einer Personalstelle. Ich bin daher sicher, dass das, was Sie, lieber Herr Professor Mayer, aufgebaut haben, auch in Zukunft Bestand haben wird – zumal das ZAF als eine überaus produktive, international sichtbare und wissenschaftlich anerkannte Institution der Geisteswissenschaften eine exzellente Ergänzung für die Forschungs- und Lehreinrichtungen der Universität Würzburg darstellt. Jetzt wäre eigentlich der Punkt gekommen, wo man eine Rede mit einem Zitat anreichern könnte, das im vorliegenden Fall natürlich von Augustinus stammen sollte: Bei meiner Vorbereitung habe ich mich informiert, was das Zentrum alles im Internet anbietet. Wie zu erwarten war, ist es eine Menge. Die meisten von Ihnen kennen die Inhalte sicherlich sehr gut und wissen, dass dazu unter anderem auch ein umfangreicher Augustinus-Zitatenschatz gehört: Es wäre also ein Leichtes gewesen, sich daraus zu bedienen! «Täglich», kann man auf der ZAF-Webseite lesen, «gehen Anfragen zu Zitaten … ein. Die Mitarbeiter bemühen sich, schnell und zuverlässig zu antworten…. Man wird mit Informationen zu Zitaten versorgt, freilich auch Politiker, die ihre Reden gelegentlich mit einem Augustinus-Zitat würzen oder schmücken möchten». Da ich allerdings heute hier nicht als Politiker erscheinen wollte, habe ich mich entschieden, meine Rede dann lieber doch nicht mit einem Augustinuszitat zu «würzen». Stattdessen möchte ich Ihnen, lieber Herr Professor Mayer, von Herzen für Ihre herausragende Arbeit danken und Ihnen nochmals alles Gute zum Geburtstag sowie noch eine lange und erfolgreiche wissenschaftliche Arbeit wünschen. Weiterführender Link:Julius-Maximilians-Universität Würzburg
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