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Cornelius Petrus Mayer OSA zum Achtzigsten

Zu Ehren von Prof. Dr. Cornelius Petrus Mayer OSA, der dieses Jahr sein achtzigstes Lebensjahr vollendet, veranstaltete die Gesellschaft zur Förderung der Augustinus-Forschung am 20. Juni im Würzburger Matthias-Ehrenfried-Haus eine Akademische Feier, in deren Mittelpunkt die Festrede des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, stand. Neben der Festschrift mit dem programmatischen Titel „Spiritus et Littera“ wurden zwei weitere dem Jubilar gewidmete Publikationen präsentiert. Zahlreiche prominente Persönlichkeiten aus dem kirchlichen, politischen und akademischen Leben erwiesen dem Nestor der Augustinus-Forschung ihre Reverenz und feierten zugleich das dreißigjährige Bestehen der Gesellschaft zur Förderung der Augustinus-Forschung.

Der Jubilar Cornelius Mayer dankt dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, für seinen Festvortrag und überreicht ihm den druckfrischen Sammelband: „Augustinus – Ethik und Politik“.
Der Jubilar Cornelius Mayer dankt dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, für seinen Festvortrag und überreicht ihm den druckfrischen Sammelband: „Augustinus – Ethik und Politik“.

In seiner Laudatio blickte der Vorsitzende der Gesellschaft zur Förderung der Augustinus-Forschung e.V., Staatsminister a.D. Dr. Thomas Goppel MdL, auf Leben und Leistungen des am 9. März 1929 in Ungarn geborenen Cornelius Mayer. Dieser fand nach der Vertreibung aus der donauschwäbischen Heimat mit seiner Familie in Unterfranken eine zweite Heimat, trat nach dem Abitur in den Augustinerorden ein und studierte in Würzburg Theologie und Philosophie. Nach mehrjähriger pädagogischer Tätigkeit als Seminardirektor und weiterführenden Studien in Würzburg und Paris wurde er 1968 promoviert bzw. 1973 habilitiert und erhielt 1979 den Ruf auf die Professur für Systematische Theologie an der Universität Gießen, die er bis zu seiner Emeritierung 1996 innehatte. Die in diesen Jahren initiierten und bis heute unter dem Dach seines Zentrums für Augustinus-Forschung (ZAF) – seit 2006 ein An-Institut der Universität Würzburg – von ihm geleiteten Projekte „Augustinus-Lexikon“ und „Corpus Augustinianum Gissense“ (CAG) begründeten den Weltruhm, den Cornelius Mayer auf dem Gebiet der Augustinus-Forschung heute genießt. Über das „Augustinus-Lexikon“ schrieb kein Geringerer als Papst Benedikt XVI. in einer sehr persönlich gehaltenen Grußbotschaft, dass er selbst dieses Werk gern und häufig benutze und viel daraus lerne.

Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, der dem Jubilar auch durch die gemeinsame donauschwäbische Herkunft verbunden ist, unterstrich in seiner Festrede die ungebrochene Aktualität des Kirchenvaters Augustinus von Hippo (354–430) und die Bedeutung der Erforschung seines Werkes für die Kirche der Gegenwart. Unter dem augustinischen Motto „causa veritatis et unitatis“ beleuchtete der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz den wichtigen Beitrag, den der Kirchenvater zu den Bischofssynoden seiner afrikanischen Kirchenprovinz und mittelbar für die Gesamtkirche geleistet hat – nicht nur im lehramtlichen und disziplinären, sondern auch im sozialen Bereich. In Kontinuität zu den augustinischen Synoden seien die heutigen Bischofskonferenzen ebenfalls der „Sache der Wahrheit und der Einheit“ verpflichtet, d.h. der Suche nach Wegen, „um aus der Wahrheit eine gesunde Lehre für unsere Zeit herauszuarbeiten“.

Prof. Dr. Elke Lütjen-Drecoll, die Präsidentin der das «Augustinus-Lexikon» betreuenden Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz, überreicht Professor Cornelius Mayer im Anschluss an ihr Grußwort einen prächtigen Bildband.
Prof. Dr. Elke Lütjen-Drecoll, die Präsidentin der das «Augustinus-Lexikon» betreuenden Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz, überreicht Professor Cornelius Mayer im Anschluss an ihr Grußwort einen prächtigen Bildband.
Die Vielfalt der in langjähriger Forschertätigkeit gewachsenen Kontakte und Freundschaften Mayers zu Persönlichkeiten des kirchlichen, politischen und akademischen Lebens spiegelte sich in den Grußworten wider, in deren Rahmen Domkapitular Dr. Stefan Rambacher in Vertretung des Würzburger Bischofs Hofmann, der Provinzial der deutschen Augustiner P. Raimund Klinke OSA, die Präsidentin der das „Augustinus-Lexikon“ betreuenden Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz, Prof. Dr. Elke Lütjen-Drecoll, und der Würzburger Bürgermeister und ZAF-Vorsitzende Dr. Dr. h.c. Adolf Bauer ihr Wort an den Jubilar richteten. Weiter sprachen Vertreter der Universitäten Würzburg und Gießen, der Präsident der Julius-Maximilians-Universität Prof. Dr. Axel Haase, als Vertreter des Lenkungsausschusses zwischen ZAF und Universität Prof. Dr. Michael Erler und Mayers ehemaliger Gießener Kollege Prof. Dr. Adolf Hampel. Grußworte entboten weiterhin für das Herausgebergremium des „Augustinus-Lexikons“ Prof. Dr. Wolfgang Hübner, für das Kuratorium der Gesellschaft zur Förderung der Augustinus-Forschung Dr. Urs Breitenstein und für Mayers Münnerstädter Abiturjahrgang 1949 Prof. Dr. Martin Polke (siehe Übersicht über die Grußworte). Zur besonderen Freude des Jubilars war auch eine Delegation aus seinem ungarischen Geburtsort Pilisborosjenö/Weindorf, mit Bürgermeister Johannes Küller an der Spitze, zu den Feierlichkeiten angereist. Für die festliche musikalische Umrahmung der Feier sorgte das mehrfach preisgekrönte donauschwäbische Geschwisterpaar Claudia (Querflöte) und Julia Weissbarth (Harfe).

Die Herausgeber der Festschrift Dr. Andreas E.J. Grote und Dr. habil. Christof Müller mit dem Jubilar Professor Cornelius Mayer OSA vor dem ältesten erhaltenen Bildnis des hl. Augustinus.
Die Herausgeber der Festschrift „Spiritus et Littera“ Dr. Andreas E.J. Grote und Dr. habil. Christof Müller mit dem Jubilar Professor Cornelius Mayer OSA vor dem ältesten erhaltenen Bildnis des hl. Augustinus.
Als besondere akademische Gabe wurde Prof. Cornelius Mayer eine Festschrift mit dem programmatischen Titel „Spiritus et Littera“ von seinen Mitarbeitern im ZAF, Dr. habil. Christof Müller, Dr. Andreas E.J. Grote und Dipl.-Theol. Guntram Förster, überreicht. Der ca. vierzig Beiträge international ausgewiesener Autoren umfassende und die ganze Breite der Augustinus-Forschung spiegelnde Band wird mit einer Widmung in klassischem Latein eröffnet, die deren Dichter, der emeritierte Redaktor des „Augustinus-Lexikons“ Karl Heinz Chelius, in Auszügen vortrug. Darüber hinaus wurden zwei weitere Cornelius Mayer gewidmete Publikationen präsentiert: Der von dem Duisburger Staatsanwalt Prof. Dr. Johannes Hellebrand herausgegebene Sammelband „Augustinus als Richter“ und die erste Nummer der wiederbegründeten „Officina“, der Hauszeitschrift des Basler Verlags Schwabe AG, der das „Augustinus-Lexikon“ verlegt und durch den Inhaber Ruedi Bienz vertreten war.

Prof. Dr. Cornelius Mayer zeigte sich tief bewegt ob der vielfachen Ehrbezeigungen und nannte im Rückblick auf seinen Werdegang den Entschluss, seine Promotionsarbeit über den hl. Augustinus zu schreiben, eine „gnädige Fügung“ (siehe Dankesrede des Jubilars). Seinen Dank an den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz brachte der Jubilar in literarischer Form zum Ausdruck, indem er ihm den druckfrischen Band „Augustinus – Ethik und Politik“ überreichte, der die Beiträge der Würzburger Augustinus-Studientage 2005 und 2006 enthält und den – wiederum in klassischem Latein – eine Widmung an Erzbischof Robert Zollitsch ziert.

An den akademischen Akt schloss sich ein festliches Mittagessen an, zu dem der Vorstand der Würzburger Versorgungs- und Verkehrsbetriebe GmbH, Prof. Dr. Norbert Menke, eingeladen hatte. Im vornehmen Ambiente des WVV-Casinos genossen die Gäste nicht nur die vorzügliche Küche, sondern auch die Möglichkeit, mit dem Jubilar und untereinander ins Gespräch zu kommen.

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