Augustinus scheibchenweiseZentrum für Augustinusforschung stellt Neuauflage des „Corpus Augustinianum Gissense“ vor – Gegenüber der Erstausgabe deutlich erweitert und benutzerfreundlicher – Studientag zum Thema „Rolle und Würde der Frau in der Spätantike“
|
|
| © POW |
| Der Erfolg hat viele Väter: Über die Zweitauflage des CAG freuen sich im Toscanasaal der Residenz (von links) Verleger Dr. Urs Breitenstein, Redaktor Hans-Joachim Lange, Dr. Adolf Bauer, Stellvertretender Vorsitzender der Gesellschaft zur Förderung der Augustinus-Forschung, Dr. Thomas Burch vom Kompetenzzentrum Trier, Dieter Weiß von der Universität Gießen, Professor Dr. Cornelius Petrus Mayer sowie Günther Teichmann von der Universität Gießen. |
|
Würzburg (POW) Als eine „Wunderwaffe für die Augustinerforschung“ hat Augustinerpater Professor em. Dr. Cornelius Petrus Mayer, Leiter des Zentrums für Augustinusforschung (ZAF), die Zweitauflage des „Corpus Augustinianum Gissense“ (CAG) am Samstag, 3. Juli, bezeichnet. Auf CD-ROM bietet das im Toscana-Saal der Residenz vorgestellte Werk neben einer Sammlung aller Original-Texte des Augustinus in kritischer Ausgabe umfangreiche Recherchemöglichkeiten. „Auch die Rezeptionsgeschichte lässt sich auskundschaften“, hob Dr. Albert Raffelt, Honorarprofessor für Dogmatische Theologie an der Universität Freiburg im Breisgau, in seiner Lobesrede hervor. Die Literaturdatenbank ist laut Raffelt gegenüber der Erstauflage um 7000 Titel erweitert worden. Durch neue Eingabemasken und Möglichkeiten der Suche – zum Beispiel in Werkgruppen wie den Philosophischen Schriften Augustins – sei das gute Produkt noch einmal verbessert worden. Das Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier habe bei der Entwicklung der entsprechenden Software ausgezeichnete Arbeit geleistet. Der hohe Komfort öffne einerseits zwar wissenschaftlicher Scharlatanerie Tür und Tor, weil jeder Nutzer schnell und einfach Wichtiges aus den Werken des Kirchenvaters zitieren könne und mittels „Kopieren und Einfügen“ in sein Werk einfließen lassen könne. „Andererseits lässt sich ein Plagiat jetzt schneller und einfacher als je zuvor nachweisen.“ Die Einzelplatzlizenz des CAG kostet 980 Euro, Netzwerklizenzen ohne Begrenzung der Zahl der Arbeitsplätze 1500 Euro. „Damit ist das Werk fast für jeden erschwinglich“, sagte Mayer. Bei der Eröffnung des Studientags zu „Rolle und Würde der Frau in der Spätantike“, der der Präsentation des CAG voraus ging, hob Dr. Adolf Bauer, Stellvertretender Vorsitzender der Gesellschaft zur Förderung der Augustinus-Forschung, die Bedeutung der Fragestellung für die Gegenwart hervor. Gerade im Jahr des 1650. Geburtstages von Aurelius Augustinus lohne die Beschäftigung mit Werk und Wirkung „des zeitlosen Großen der abendländischen Geistesgeschichte.“ Referenten des Studientags, der vom ZAF in Kooperation mit dem Institut für Klassische Philologie sowie dem Institut für Biblische Theologie organisiert wurde, waren Cornelius Petrus Mayer, Michael Erler, Bernhard Heininger, Larissa Carina Seelbach und Albert Raffelt. Sie behandelten beispielsweise Augustins Wertschätzung der Frau und die Rolle der Frau im frühen Christentum. POW
|