ZahlenMehr als die Hälfte aller Deutschen war im vergangenen Jahr im Netz. Spitzenreiter unter den Internetusern sind die 14- bis 19-Jährigen: 95 Prozent von ihnen sind im World Wide Web unterwegs. Dabei handelt es sich zudem um die experimentierfreudigsten Internetuser. Will heißen: Kinder und Jugendliche nutzen die vielfältigsten Online-Angebote von E-Mails über Gesprächsforen bis hin zum Download von Audio- und Videodateien oder dem Einkauf in der virtuellen Shopping Mall. Ein anderes Bild zeigt sich bei den unter 14-Jährigen: Drei von vier Kindern, die im Internet surfen, sind zwischen zehn und 13 Jahren alt. Nur jedes vierte Kind, das das Internet nutzt, ist jünger. Dabei haben die Eltern erkannt, dass es wichtig ist, den Umgang der Kinder mit dem neuen Medium zu begleiten und zu kontrollieren. Mittlerweile geben 71 Prozent von ihnen an, häufig selbst dabei zu sein, wenn ihre Kinder online sind. 80 Prozent sprechen mit dem Nachwuchs über die Inhalte und setzten dem Surfen zeitliche Grenzen. Obwohl zwei Drittel der Eltern die Gefahren des Netzes für ihre Kinder erkennen, versuchen bislang nur wenige, den Internetkonsum des Nachwuchses auf technischem Wege einzuschränken. Vielmehr fordern die Eltern, dass Anbieter und Provider entsprechende Seiten entweder gar nicht zur Verfügung stellen oder den Zugang für Kinder von vorneherein sperren. Dabei übersehen sie, dass nahezu unmöglich ist, die Inhalte des Internets zu kontrollieren. (Quelle: ARD/ ZDF-Online-Studie 2004. In: Media Perspektiven 8/2004). |