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Sonntagsblatt |
| Wolfgang Bullin |
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Ob Bischof, Diözesanratsvorsitzender oder der mit der Organisation betraute Geschäftsführer des Diözesanrats – alle zeigten sich mit dem Ergebnis der Pfarrgemeinderatswahlen durchaus zufrieden (siehe auch Seite 13). Immerhin ist es gelungen, eine Wahlbeteiligung auf dem Niveau von vor vier Jahren zu erreichen und damit wieder einmal den Spitzenplatz unter den bayerischen Diözesen. Zwei Faktoren dürften dafür mitentscheidend gewesen sein: Zum einen, dass die Wahlen seitens der Diözese gut vorbereitet waren und begleitet wurden; das ist auch Beleg dafür, dass Bischof und Diözese die Arbeit der Räte schätzen und schützen. Und andererseits, dass sich viele Gemeinden für die allgemeine Briefwahl entschieden hatten. Die ist für den Wähler sehr bequem, aber für die Organistoren sehr arbeitsaufwendig, also auch ein Indiz für hohe Bereitschaft vor Ort, sich in dieser Sache zu engagieren. Zumindest ein Wermutstropfen fällt aber doch in das erfreuliche Gesamtergebnis: Nur 15 Pfarreiengemeinschaften haben neu von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, einen gemeinsamen Pfarrgemeinderat zu wählen, was Satzung und Wahlordnung erstmals als reguläre Möglichkeit ohne die bislang dafür erforderliche Ausnahmegenehmigung vorsehen. In 142 Pfarreiengemeinschaften wurden – wie bisher üblich – Einzelpfarrgemeinderäte gewählt. Das ist wohl auch ein Signal dafür, dass die Etablierung der neuen Strukturen der Seelsorge noch Zeit braucht, dass sie offensichtlich noch nicht mit Leben erfüllt, geschweige denn verinnerlicht sind. Es zeigt aber auch etwas sehr Positives: Den Menschen liegen ihre lokalen kirchlichen Strukturen sehr am Herzen und sie sind durchaus bereit, sich dafür in die Pflicht nehmen zu lassen. „Aufbrechen“ war das Motto, unter das man die Pfarrgemeinderatswahlen im Bistum Würzburg gestellt hatte. Von denen, die jetzt gewählt wurden, wird mancher Aufbruch in unbekanntes oder unsicheres Gelände gefordert sein; gut, wenn sie dafür den nötigen Rückhalt haben – von den Gemeinden und von ihrem Bischof.
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