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Pressestelle des Ordinariates Würzburg  > Nachrichten
Kinder und Jugendliche stark machen
Kirchliche Jugendarbeit der Diözese Würzburg ernennt Teresa Elbert und Felix Lamprecht zu Vertrauenspersonen für sexualisierte Gewalt
 
Martina Höß (links) und Diözesanjugendpfarrer Thomas Eschenbacher (rechts)vom Leitungsteam der Kirchlichen Jugendarbeit (kja) stellen die neuen Vertrauenspersonen für sexualisierte Gewalt, Felix Lamprecht und Teresa Elbert, vor.

Würzburg (POW) Die Kirchliche Jugendarbeit (kja) der Diözese Würzburg hat zwei Vertrauenspersonen für sexualisierte Gewalt ernannt: Teresa Elbert (25), Bildungsreferentin im Schülerforum der kja, und Felix Lamprecht (39), Pastoralreferent in Eibelstadt und Dekanatsjugendseelsorger für Würzburg-links des Mains, sind ab sofort Ansprechpartner für Kinder und Jugendliche sowie für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der kirchlichen Jugendarbeit bei allgemeinen Fragen zu sexualisierter Gewalt und bei Verdacht auf sexuelle Gewalt. Diözesanjugendpfarrer Thomas Eschenbacher und Martina Höß vom kja-Leitungsteam stellten die beiden neuen Vertrauenspersonen bei einem Pressegespräch am Montag, 19. Juli, im Kilianeum-Haus der Jugend in Würzburg vor.

Die kirchliche Jugendarbeit hat sich nach Angaben Höß‘ beim Thema „Sexualisierte Gewalt“ die Prävention als oberstes Ziel gesetzt: Kinder und Jugendliche sollen stark gemacht werden, damit sie über sexualisierte Gewalt sprechen und sich Eltern oder Nahestehenden anvertrauen können. 2005 hatte die kja erstmals eine Vertrauensperson ernannt. Damals nahm Sylvia Christ von der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) die Aufgabe wahr, später Manuela Kirsch vom Schülerforum. In den vergangenen Jahren sei darüber hinaus ein eigener Verhaltenskodex zur Prävention sexualisierter Gewalt für haupt- und für ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der kirchlichen Jugendarbeit entwickelt worden, erläuterte Höß. Diesen hätten alle Verantwortlichen in der Jugendarbeit unterschrieben. Weiter gebe es bei der kja einen Krisenplan bei Verdacht oder Vorliegen eines sexuellen Missbrauchs. Mit den beiden Ansprechpartnern in der Diözese Würzburg für Opfer sexuellen Missbrauchs und von Gewalt, Professor Dr. Klaus Laubenthal und Dr. Claudia Gehring, arbeite man eng zusammen.

Den beiden neuen Vertrauenspersonen geht es besonders um eine gute Entwicklung junger Menschen. „Mir ist dabei der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt besonders wichtig“, sagte Lamprecht. Für Elbert ist es bedeutsam, Jugendliche für das Thema sexualisierte Gewalt zu sensibilisieren und offen mit ihnen darüber zu sprechen. Elbert und Lamprecht sind sowohl Ansprechpartner für Kinder, Jugendliche und deren Eltern, als auch für Mitarbeiter innerhalb der kirchlichen Jugendarbeit. Sie beraten und begleiten Betroffene, dokumentieren Vorfälle und Vorgehen und sie stellen die Verbindung zu Fachberatungsstellen her. Außerdem können sie für Informationsveranstaltungen angefragt werden.

Nach dem jüngsten Bekanntwerden von Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche ist nach Angaben der kja-Verantwortlichen bei Kindern und Jugendlichen jedoch keine Zurückhaltung bei der Teilnahme an kirchlichen Angeboten zu verzeichnen. Jugendarbeiter gingen aber wesentlich vorsichtiger mit Kindern und Jugendlichen um. „Die Grenze zwischen Nähe und Distanz wird früher gezogen“, sagte Höß.

Die beiden Vertrauenspersonen sind erreichbar unter: Teresa Elbert, Telefon 0931/38663132, E-Mail teresa.elbert@bistum-wuerzburg.de; Felix Lamprecht, Telefon 0931/38663205, E-Mail felix.lamprecht@bistum-wuerzburg.de.

bs (POW)

(2910/0924; E-Mail voraus)

Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet

Veröffentlicht: 19.07.2010 bs (POW)