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Markus Hauck (POW) |
| Die Himmelfahrt Jesu ist Motiv eines Deckenfreskos im Würzburger Neumünster. |
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(POW) Am 40. Tag nach Ostern wird das Hochfest Christi Himmelfahrt gefeiert. Es geht zurück auf das vierte Jahrhundert, als sich das Bedürfnis durchsetzte, einige Aspekte der österlichen Verherrlichung Jesu besonders zu feiern. In Anlehnung an den Bericht der Apostelgeschichte bildete sich der Festtermin heraus: Jesus war nach seiner Auferstehung 40 Tage hindurch den Aposteln erschienen, bevor er in den Himmel auffuhr. Die Tage nach dem Himmelfahrtsfest werden im Gottesdienst als Vorbereitung auf die Herabkunft des Heiligen Geistes an Pfingsten begangen. Seit dem vierten Jahrhundert ist die Tradition nachgewiesen, die drei Tage vor Christi Himmelfahrt als Bitttage zu gestalten und Bittprozessionen durchzuführen. Auch heute noch finden vielerorts Wallfahrten oder Flurprozessionen statt, bei denen die Gläubigen durch die Felder ziehen und um eine gute Ernte beten. Diese Flurumgänge gehen wohl ursprünglich darauf zurück, den Gang der Jünger nach Galiläa auf den Berg nachzuahmen, den Jesus ihnen genannt hatte, um dort den Sendungsauftrag zu empfangen. Dafür, dass es bei den Prozessionen oft recht munter zuging, gibt es bereits Zeugnisse aus dem frühen 16. Jahrhundert. Aus der Tradition der „Apostelgänge“ sind dann die „Herrenpartien“ entstanden, die später als Gegenstück zum im 19. Jahrhundert eingeführten Muttertag am zweiten Sonntag im Mai als Vatertag umgedeutet wurden. Gleichwohl liegt dies in der theologischen Interpretation von Christi Himmelfahrt, die auch als die Heimkehr Jesu Christi, des Sohnes, zum Vater zu verstehen ist. Damit wird dieser Tag zum Vatertag schlechthin: Er lenkt den Blick auf Gott, den Vater, der sich als Lebensgrund und -erhalt erweist. Hinweis: Das Materialset zur Aktion „Familien feiern Kirchenjahr“ mit 24 Heften kostet 15 Euro. Es ist zu bestellen beim Familienbund der Katholiken, Kürschnerhof 2, 97070 Würzburg, E-Mail kirchenjahr@bistum-wuerzburg.de. (1705/0579) |