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Familienforschung

 

Traumatrikel der Würzburger Pfarrei Sankt Jakobus (um 1570)
Kommunale Standesamtsregister gibt es im Bereich der Diözese Würzburg erst für die Zeit ab dem 1. Januar 1876. Für die früheren Jahre sind als Quelle für die Familienforschung vor allem die Tauf-, Trau- und Sterberegister der örtlichen Kirchengemeinden heran zu ziehen. Diese Pfarrmatrikelbücher, in denen die Gemeindeseelsorger seit dem 16. Jahrhundert in chronologischer Reihenfolge die Taufen, Trauungen und Sterbefälle ihrer Pfarrkinder verzeichneten, werden auch heute noch handschriftlich geführt.

Jedes dieser Matrikelbücher ist also „einmalig“ im ursprünglichsten Sinne des Wortes. Um diese unersetzbaren Unikate zu erhalten und dennoch den Familienforschern Zugang zu „ihren“ Daten zu ermöglichen, wurden im Laufe der vergangenen Jahre die älteren Pfarrmatrikelbestände unserer Diözese in das Diözesanarchiv verbracht und zunächst auf Mikrofiches verfilmt. Um der großen Nachfrage besser gerecht werden und die Benutzung in einer zeitgerechten Form anbieten zu können, fiel 2008 die Entscheidung, die Matrikelbände auch digital im Lesesaal zur Verfügung zu stellen. Nun sind die meisten der begehrten Einträge mit Hilfe eines anwenderfreundlichen Computerprogramms im Lesesaal des Diözesanarchivs recherchier- und ausdruckbar (siehe digitaler Matrikel-Lesesaal).

Allgemeine Hinweise

Eigenständiges Forschen ist ohne vorherige Anmeldung im Rahmen der Öffnungszeiten im Lesesaal des Diözesanarchivs möglich (Reservierungen von Arbeitsplätzen können leider nicht vorgenommen werden); es stehen 20 Arbeitsplätze zur Verfügung.
Sollte eine eigene Recherche nicht möglich sein, kann das Diözesanarchiv beauftragt werden. Benutzung, Auskunftserteilung und sonstige Dienstleistungen sind entsprechend der jeweils aktuellen Gebührenordnung kostenpflichtig (für wissenschaftliche und rechtliche Anliegen ist die Benutzung in der Regel gebührenfrei).
Um Missverständnisse zu vermeiden, können nur schriftliche Anfragen bearbeitet werden (siehe Suchauftrag). Leider ist aufgrund der großen Nachfrage bei der Beantwortung mit Wartezeiten (ca. zwei bis drei Monate) zu rechnen.
Zu beachten ist ferner, dass aufgrund personenbezogener Schutzfristen Taufbücher ab dem letzten Eintrag für 120 Jahre, Trauungs- und Sterbebücher für 100 Jahre gesperrt sind. Für Auskünfte ab 1876 sind zunächst die Standesämter zu kontaktieren.
Schließlich können nur Bestände jener Orte, die sich auf dem Gebiet des heutigen Bistums Würzburg befinden, eingesehen werden (siehe Matrikelbestände).

Digitaler Matrikel-Lesesaal

Der digitale Matrikel-Lesesaals kann im Rahmen der Öffnungszeiten des Diözesanarchivs Würzburg genutzt  werden. Jeden Mittwoch um 10 Uhr findet eine kurze Einführungen in das Recherche-Programm statt. Zudem liegt ein Benutzerhandbuch aus, das auch an den übrigen Tagen das Recherchieren mit dem Programm ermöglicht bzw. unterstützen kann.