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Archiv und Bibliothek  > Diözesanbibliothek

Geschichte

 

Gründung und Aufgabe

Die Diözesanbibliothek wurde von Bischof Matthias Ehrenfried am 9. Mai 1943 errichtet. Sie ist eine diözesane Einrichtung im Eigentum des Bischöflichen Stuhles. Aufgabe war von Beginn an die Sammlung von Schrifttum zur Diözese und ihrer Geschichte, von Publikationen des Diözesanklerus und von wissenschaftlichen Veröffentlichungen zur Theologie und ihren Nachbarwissenschaften. Den Grundstock der Bestände bildeten Teile der Bibliothek des Kilianeums sowie die Bibliotheca Franconica, die Johann Baptist Stamminger (1836-1892) dem Bistum gestiftet hatte. Geplant war ein fortlaufender Zuwachs aus Diözesanmitteln sowie aus Schenkungen und Vermächtnissen des Diözesanklerus.

Die ersten 40 Jahre

1945 verbrannten die Kilianeumsbestände; die wertvolle Stamminger-Bibliothek dagegen konnte durch die Privatinitiative des späteren Caritas-Direktors Robert Kümmert gerettet werden, der die Bücher auf eigene Faust rechtzeitig aus dem Priesterseminar holte und im Keller seiner Lokalkaplanei in Obereschenbach lagerte. Auf Bitten von Bischof Ehrenfried 1945/46 entstand recht schnell erneut ein ansehnlicher Bestand durch den Zuwachs von alten Dekanats- und Pfarrbibliotheken sowie durch Nachlässe von Bischöfen, Domkapitularen, Professoren und Pfarrern. Es fehlten jedoch geeignete Räumlichkeiten und professionelles Personal. Die Betreuung erfolgte nebenamtlich, so 1948 durch Domvikar Dr. Helmut Holzapfel, dann vor allem durch Pfarrer Alfons Schott in Oberdürrbach 1949-1961. Nach dessen Tod blieb die Bibliothek verwaist.

Die Neugründung unter Hermann Wütschner

1982 wurde der Studiendirektor a.D. Hermann Wütschner auf Initiative von Generalvikar Dr. Anton Schlembach zum hauptamtlichen Diözesanbibliothekar ernannt. Mit Tatkraft und Engagement sorgte er für die Reinigung und die Aufstellung der Bücher in neuen Räumlichkeiten im Priesterseminar sowie für den Start der Katalogisierung, für die ein Diplombibliothekar und eine Sachbearbeiterin eingestellt wurden. Die Teilnahme am Bayerischen Verbundkatalog kam damals wegen technischer Schwierigkeiten nicht zustande. Weitergehende Maßnahmen scheiterten nicht zuletzt an einer schweren Erkrankung Wütschners, an deren Folgen er schließlich 2003 verstarb.

Anschluss an den Bibliotheksverbund Bayern 2005 und Eröffnung 2008

2003 wurde die Diözesanbibliothek räumlich und organisatorisch mit dem Diözesanarchiv vereinigt. Seitdem konnten die Katalogisierungsarbeiten ausgeweitet werden, sowohl durch die Schaffung einer neuen Bibliothekarsstelle als auch durch die Vergabe von externen Dienstleistungen. Seit 2005 nimmt die Diözesanbibliothek am Bibliotheksverbund Bayern (BVB) teil. Die Neuformierung der Bestände, die durch die äußeren Veränderungen notwendig wurde, ist angelaufen. Seit dem 13. November 2008 ist die Diözesanbibliothek für die Öffentlichkeit zugänglich.