Seminarkirche Sankt Michael
Christusfigur
Der erhöhte und wiederkommende Herr inmitten der Gemeinden
"Da wandte ich mich um, weil ich sehen wollte, wer zu mir sprach. Als ich mich umwandte, sah ich sieben goldene Leuchter und mitten unter den Leuchtern sah ich einen, der wie ein Mensch aussah; er war bekleidet mit einem Gewand, das bis auf die Füße reichte, und um die Brust trug erf einen Gürtel aus Gold. Sein Haupt und seine Haare waren wie weiße Wolle, leuchtend weiß wie Schnee, und seine Augen wie Feuerflammen; seine Beine glänzten wie Golderz, das im Schmelzofen glüht, und seine Stimme war wie das Rauschen von Wassermassen. In seiner Rechten hielt er sieben Sterne, und aus seinem Mund kam ein zweischneidiges Schwert, und sein Gesicht leuchtete wie die machtvoll strahlende Sonne. Als ich ihn sah, fiel ich wie tot vor seinen Füßen nieder- Er aber legte seine Hand auf mich und sagte: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige! […] Der geheimnisvolle Sinn der sieben Sterne, die du auf meiner rechten Hand gesehen hast, und der sieben goldenen Leuchter ist: Die sieben Serne sind die Engel der sieben Gemeinden, und die sieben Leuchter sind die sieben Gemeinden." [Offb 1, 12-20] Durch die zentrale Aufstellung der übergroßen, sechs Meter hohen, etwa 25 Zentner schweren Christusfigur wird deutlich gemacht, dass unser ganzer Glaube auf Christus hin ausgerichtet ist. In Christus ist Gott uns Menschen begegnet, durch ihn und mit ihm können wir unseren Glauben, unser Leben meistern. Die sieben Leuchter meinen nicht nur die sieben konkreten Gemeinden, an die die Sendschreiben in der Offenbarung des Johannes gerichtet sind, sondern symbolisieren auch die gesamte Kirche. Daher sind sie auch im Langhaus der Kirche noch einmal zu finden. |