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Kirchliche Jugendarbeit im Bistum Würzburg  > Service

Rahmenplan Kirchliche Jugendarbeit

 

Rahmenplan kirchlicher Jugendarbeit
Nach den Kirchlichen Jugendplänen aus den Jahren 1980 und 1989 beschreibt der „Rahmenplan Kirchliche Jugendarbeit in der Diözese Würzburg“ Grundlagen und Eckpunkte, Inhalte und Ziele, Arbeitsformen und Methoden, die Bedeutung der Menschen wie auch den Handlungsrahmen in der Kirchlichen Jugendarbeit. In einer intensiven Erarbeitung wurde durch eine Arbeitsgruppe aus Vertretern hauptberuflicher und ehrenamtlicher MitarbeiterInnen aus Verbänden und Referaten der Kirchlichen Jugendarbeit die Textgrundlage erstellt. Nach seiner Diskussion in diözesanen Gremien wurden zahlreiche Modifizierungen einge-arbeitet. Am 14. März 2003 wurde der Rahmenplan durch Bischof Dr. Paul-Werner Scheele auf der Vollversammlung des Diözesanrates in Kraft gesetzt. 

 

Download: zum Text (pdf, 351kb)...

 

 

In einem Anhang enthält der Rahmenplan der verschiedenen Gruppierungen und Einrichtungen der Kirchlichen Jugendarbeit in der Diözese.

Download: Rahmenplan Anhang/Adressen (pdf, 264 kb)...

  

Position: BDKJ Diözesanversammlung 2002 zum Rahmenplan...

 

Auszug aus dem Rahmenplan:

B. Struktur und Aufbau kirchlicher Jugendarbeit

2. Felder, Orte, Räume kirchlicher Jugendarbeit
2.1 Verbandliche Jugendarbeit
2.1.1 Grundprinzipien kirchlicher Jugendverbandsarbeit

In katholischen Jugendverbänden schließen sich Jugendliche mit gemeinsamen Interessen und Grundüberzeugungen zusammen. Die Vielfalt der Verbände ermöglicht eine spezifische Ausrichtung eines jeden Verbandes im Hinblick auf die angesprochenen Zielgruppen innerhalb der Jugend als auch auf die inhaltliche Arbeit.

 

Mystik und Politik
Junge Menschen in katholischen Jugendverbänden engagieren sich in Kirche, Gesellschaft und Staat für die Vision einer gerechten, solidarischen Welt. Ihr Handeln gründet auf einer gemeinsam gelebten Spiritualität, die aufmerksam macht für die Menschen, für die Welt und für Gott. Das politisches Engagement junger Menschen, ihr Handeln und ihre Entscheidungen wurzeln auf der Sehnsucht nach mehr . jenseits von Erfolg, Wohlstand oder Macht.

Demokratische Strukturen
Demokratische Strukturen und Verbindlichkeit gelten als besondere Merkmale der Jugendverbandsarbeit und ermöglichen die Vertretung der Interessen in staatlichen Gremien wie z. B. den Jugendringen. Hier prägen die Jugendverbände weit über den eigenen Bereich hinaus die Ausgestaltung der staatlichen Grundaufgabe der Jugendhilfe. Durch die Mitarbeit in den Jugendringen gelingt es dem BDKJ, bis in Gesetzesentscheidungen hinein möglichst günstige (staatliche) Rahmenbedingungen für die Jugendarbeit abzusichern, die allen Kindern und Jugendlichen sowie allen Trägern der Jugendhilfe zugute kommt. Verschiedene Meinungen werden in demokratischen Prozessen gebündelt und Positionen mit Mehrheiten beschlossen. Mandate werden in Jugendverbänden durch Wahl mit Mehrheit und auf Zeit verliehen und legitimieren den Mandatsträger / die Mandatsträgerin, den Verband nach innen und außen zu vertreten und politische Aussagen zu machen. Gleichzeitig müssen Mandatsträger/innen denjenigen gegenüber Rechenschaft ablegen, die sie gewählt haben.


Interessenvertretung
Die Jugendverbände sind durch ihre demokratischen Strukturen und Leitungsgremien ein wichtiges Mittel der Meinungsäußerung und Mitarbeit der Jugendlichen in Kirche, Staat und Gesellschaft. Verbände bieten den Jugendlichen die Möglichkeit, sich in einer pluralen Gesellschaft zu finden und zu solidarisieren. Jugendliche üben so in der Praxis politisches und demokratisches Verhalten ein.


Politisches und soziales Handeln
Jugendliche sind in der politischen Meinungsbildung oft unterrepräsentiert, gleichwohl aber von gesellschaftspolitischen Entscheidungen betroffen. In der Jugendverbandsarbeit haben sie die Möglichkeit, ihre Anliegen einzubringen und so die Interessen von Kindern und Jugendlichen zu vertreten. Daher ist das politische und soziale Engagement seit langem ein Qualitätsmerkmal katholischer Jugendverbandsarbeit und gleichzeitig ein Grundauftrag für jeden Christen, den bereits das Zweite Vatikanum allgemein beschreibt.


2.1.1.1 Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ)

Im BDKJ der Diözese Würzburg sind 13 katholische Jugendverbände zusammengeschlossen. Die Mitgliedsverbände des BDKJ bestimmen ihre Ziele, Schwerpunkte, Aufgaben und Methoden als selbständige katholische Träger verbandlicher Jugendarbeit. Als Dachverband vertritt der BDKJ die Interessen von Kindern und Jugendlichen gegenüber Bistumsleitung und den Räten in der Kirche, gegenüber Jugendringen und Politikern / Politikerinnen in der Gesellschaft. Gemeinsame Anliegen aller Mitgliedsverbände werden öffentlichkeitswirksam angegangen und politisch vorangetrieben, um den jeweiligen Lebensraum aus der Sicht von Kindern und Jugendlichen mitzugestalten und die Jugendarbeit finanziell abzusichern. Der BDKJ mit seinen Mitgliedsverbänden ist ein Teil der Kirche und arbeitet in ihr mit. Er engagiert sich für eine Reform der Kirche, für den ökologischen Umbau der Marktwirtschaft, für Solidarität und internationale Gerechtigkeit.