Pfarrei Wernfeld – Filiale St. Leonhard Adelsberg
geschichtlicher Zusammenhang : - Im Jahr 1008 errichtete Adolf v. Hohenburg die Burg Adolphsbühl an der Stelle wo heute das Schloss steht. Kirchengeschichtlich gehörte das Gebiet zu einem der 12 Archidiakonate ( = Urpfarrei ) zur Pfarrei Eussenheim. Der Pfarrer von Eussenheim betreute die Dörfer Aschfeld, Gössenheim, Sachsenheim, Wernfeld, Adelsberg, Karsbach, Hessdorf, Höllrich, Weyersfeld sowie Bühler/Münster, Bonnland und Hundsfeld (vor dem 2. Weltkrieg umgesiedelt). Anfang des 13. Jahrhunderts wird in Adelsberg die Diemarburg errichtet. Zu dieser Zeit kam es zur Zersplitterung der Urpfarrei. - 1335 erstellt Fidel Diemar mit Kurt v. Thüngen das erste Kirchlein in Adelsberg, eine Kapelle die 1336 dem Hl. Leonhard geweiht wurde. - 1384 kommt es zur Gründung einer Lokalkaplanei die der Pfarrei Karsbach untersteht. - Am 12.11.1423 wird die Kaplanei Adelsberg durch Fürstbischof Johann II v. Brum mit Zustimmung des Pfarrers von Karsbach abgelöst und der Pfarrei Gemünden angeschlossen. - Nach dem 1595 das Pfarrhaus in Adelsberg niederbrennt und die Gemeinde Schwierigkeiten mit dem Wiederaufbau macht, löst Fürstbischof Julius Echter Adelsberg von Gemünden und vereinigt es mit Wernfeld zu einer vollen Pfarrei mit reichem Landbesitz. - Der Pfarrer von Wernfeld wird verpflichtet an Sonn- und Feiertagen in der Filialkirche Adelsberg Gottesdienst zu halten. - Um 1630 Hexenverfolgung auch in Adelsberg - 2 Fälle sind nachgewiesen - ab 1628 tobt in unserer Gegend der 30jährige Krieg. Die Menschen werden bettelarm, Seuchen und Hungersnöte dezimieren die Bevölkerung.Zur Abwehr gegen eine künftige Pest geloben die Adelsberger zwei Bitttage zum Hl. Sebastian und zum Hl. Rochus . Der Bitttag zum Hl. Rochus ist der Ursprung der Adelsberger Rochuswallfahrt nach Schönau am 15. August j. Jahres. - 1730 wird Josef Metzger aus Würzburg, Pfarrer v. Adelsberg. Der gestiegenen Einwohnerzahl entsprechend wird 1732 die Kapelle von 1335 vergrößert zu einer geräumigen Kirche. Er stiftet zu Ehren des Hl. Nepomuk den einen Seitenaltar . Wegen der hohen Schulden durch den Kirchbau wurden auch die Adelsberger Juden zu einer Abgabe gezwungen, das sog. Neujahrsgeschenk. Entlang der Dorfstraße ließ Pfr. Metzger Bildstöcke mit den Stationen des Kreuzwegs errichten. Seine letzte Ruhestätte fand der rührige Seelsorger und Bauherr im Chor der Adelsberger Kirche.
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