13. März 2010  
  Das bekannte Gleichnis vom verlorenen Sohn (Lukas­evangelium 15, 11 - 24) macht deutlich, dass vor Gott keiner unwürdig ist und jeder auch nach allen Verfehlungen die Chance zur Umkehr hat. (Foto: Gemälde von Rembrandt Harmensz van Rijn, um 1669)  
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Bischofswort

Liebe jungen Freunde! Diese Erfahrung habt ihr sicherlich auch schon gemacht: Man kann machen, was man will, es gibt immer Kritik! Jesus ist es nicht anders gegangen. Er heilt Kranke und Gebrechliche – und es heißt: Warum heilt er am Sabbath?! Er nimmt sich ausgegrenzten Menschen an – und man mäkelt: Er gibt sich mit Sündern ab. Diesen Kritikern stellt Jesus das Gleichnis vom Barmherzigen Vater – oder wie man früher sagte ‚vom verlorenen Sohn’ – gegenüber. Es ist unglaublich gut! Ihr könnt es im heutigen Evangelium aufnehmen oder bei dem Evangelisten Lukas im 15. Kapitel nachlesen. Es lohnt sich, denn es macht Mut und Freude.

+ Bischof Dr. Friedhelm Hofmann

 
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  Namenstag:   Pauline, Leander, Judith  
  Zum Tagesheiligen Lesung Evangelium Lk 18,9–14
 
Leander von Sevilla

Erzbischof von Sevilla
* um 545 in Cartagena in Spanien
† 27. Februar 600 in Sevilla
Leander stammte aus einer römischen Familie, seine Geschwister waren Isidor von Sevilla, Fulgentius von Astigi und Florentina von Astigi. Aus Cartagena musste seine Familie vor den anrückenden Westgoten nach Sevilla fliehen. Hier wurde er Benediktinermönch und war befreundet mit dem Westgotenprinzen Hermengild, dessen Vater, der Westgotenkönig Leovigild, dem Arianismus anhing. Als sein Sohn zum römischen Glauben konvertierte, schrieb der Vater dies dem Einfluss Leanders zu und verbannte ihn 581. Leander ging nach Konstantinopel, um für Hermengild zu werben, und lernte dort den späteren Papst Gregor, den Großen, kennen.
Hermengild versuchte, einen Umsturz zu organisieren; es gab Bürgerkrieg, aber Hermengild unterlag, Leovigild und mit ihm der Arianismus siegten. Dennoch konnte Leander um 583 nach Sevilla zurückkehren und wurde dort 584 Erzbischof. Schon 586 starb der arianische König, sein anderer Sohn und Nachfolger Rekkared und mit ihm das ganze westgotische Volk fanden unter dem Einfluss Leanders zurück zum katholischen Glauben. Leander war Mitinitiator des Konzils von Toledo, wo er mit einer Lobrede auf die Kirche Aufmerksamkeit erregte.
Leander war der mächtigste und einflussreichste Kirchenmann Spaniens in jener Zeit. Sein Lebenswerk war der Kampf gegen den Arianismus, der im römischen Altreich bereits überwunden, in den germanischen Völkern aber noch von großer Bedeutung war. Für die erfolgreichen Bemühungen im Kampf gegen den Arianismus verlieh ihm Papst Gregor als Ehrenzeichen das Pallium.

1. Lesung Hos 6,1–6

Kommt, wir kehren zum Herrn zurück! /
Denn er hat (Wunden) gerissen, er wird uns auch heilen; /
er hat verwundet, er wird auch verbinden.
Nach zwei Tagen gibt er uns das Leben zurück, /
am dritten Tag richtet er uns wieder auf /
und wir leben vor seinem Angesicht.
Lasst uns streben nach Erkenntnis, /
nach der Erkenntnis des Herrn. Er kommt so sicher wie das Morgenrot; /
er kommt zu uns wie der Regen, /
wie der Frühjahrsregen, der die Erde tränkt.
Was soll ich tun mit dir, Efraim? /
Was soll ich tun mit dir, Juda? Eure Liebe ist wie eine Wolke am Morgen /
und wie der Tau, der bald vergeht.
Darum schlage ich drein durch die Propheten, /
ich töte sie durch die Worte meines Mundes. /
Dann leuchtet mein Recht auf wie das Licht.
Liebe will ich, nicht Schlachtopfer, /
Gotteserkenntnis statt Brandopfer.


Einigen, die von ihrer eigenen Gerechtigkeit überzeugt waren und die anderen verachteten, erzählte Jesus dieses Beispiel:
Zwei Männer gingen zum Tempel hinauf, um zu beten; der eine war ein Pharisäer, der andere ein Zöllner.
Der Pharisäer stellte sich hin und sprach leise dieses Gebet: Gott, ich danke dir, dass ich nicht wie die anderen Menschen bin, die Räuber, Betrüger, Ehebrecher oder auch wie dieser Zöllner dort.
Ich faste zweimal in der Woche und gebe dem Tempel den zehnten Teil meines ganzen Einkommens.
Der Zöllner aber blieb ganz hinten stehen und wagte nicht einmal, seine Augen zum Himmel zu erheben, sondern schlug sich an die Brust und betete: Gott, sei mir Sünder gnädig!
Ich sage euch: Dieser kehrte als Gerechter nach Hause zurück, der andere nicht. Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, wer sich aber selbst erniedrigt, wird erhöht werden.

 
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