18. Mai 2012  
  Christi Himmelfahrt: Hochaltar in der Pfarrkirche St. Wolfgang in Wolfsmünster  
  Vergrößern Bild: Peter Rüb  
 
 

Bischofswort

Gerade haben wir die Himmelfahrt Jesu, seine Rückkehr zum Vater, gefeiert. Seine Botschaft aber bleibt. Es ist eine Botschaft der Freude und der Liebe. Christus bittet seinen himmlischen Vater um die Einheit all derer, die er in seine Kirche berufen hat. Nur gemeinsam können wir glaubhaft die Liebesbotschaft Christi verkünden und leben.
Die Apostel wählten aus zwei Zeugen der Auferstehung Jesu als Ersatz für Judas einen weiteren aus, der aber letztlich von Gott erwählt sein sollte. Es ist Matthias, der Apostel, dessen Leib in Trier ruht. Auch wir sind von Gott erwählt und durch die Taufe Kinder Gottes.

+ Bischof Dr. Friedhelm Hofmann

 
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  Namenstag:   Johannes, Erich (Erik), Burkhard  
  Zum Tagesheiligen Lesung Evangelium Joh 16,20–23a
 
Erik von Schweden (Erik IX. Jedvardsson)

König von Schweden, Märtyrer
* in Schweden
† 1160 bei Uppsala in Schweden

Erik Jedvardsson wurde als Nachfolger von König Sverker 1156 König von Schweden. Die Überlieferung berichtet, dass er ein frommer, asketischer Mann war; auf die Erhebung von Steuern verzichtete er. Zu seiner Zeit war Schweden zwar schon nominell christianisiert, aber in Kultur und Lebenspraxis noch sehr heidnischen Bräuchen verhaftet; im heidnischen Reichsheiligtum gab es Götzenbilder im Tempel und Menschen- und Tieropfer im heiligen Hain. In seiner Regierungszeit stärkte Erik die Kirche und versuchte, den christlichen Glauben zu festigen. Er bildete das Domkapitel in Uppsala, das dann 1164 Erzbistum wurde. Zusammen mit seinem Bischof Heinrich unternahm er 1154 und 1156/57 siegreiche Kreuzzüge gegen die Finnen und gründete auch dort Klöster und Kirchen.
1160 wurde Erik - der Überlieferung nach beim Besuch der Heiligen Messe am Himmelfahrtstag - auf Grund einer vom dänischen Prinzen Magnus Henriksson angezettelten Verschwörung ermordet: "Sie haueten und erstachen ihn unwürdiglich". Erzählt wird, dass eine blinde Witwe, in deren Haus die Diener den Leichnam brachten, ihre Augen mit seinem Blut berührte und sehend wurde.
Eriks Gebeine ruhen im Dom von Uppsala. Am 18. Mai 1167 legte der Erzbischof von Uppsala seine Reliquien in einen Schrein, daher der Gedenktag. Heute ruhen sie in einem Reliquienschrein, der 1574 vom gegenreformatorisch gesinnten König Johann III. gestiftet wurde. Schon bald nach seinem Tod wurde Erik als schwedischer Nationalheiliger verehrt.

Kanonisation: Eriks Heiligkeit ist erstmals in einem Kalender des Bistums Uppsala von 1198 bezeugt.

Patron von Schweden

1. Lesung Apg 18,9–18

Der Herr aber sagte nachts in einer Vision zu Paulus: Fürchte dich nicht! Rede nur, schweige nicht!
Denn ich bin mit dir, niemand wird dir etwas antun. Viel Volk nämlich gehört mir in dieser Stadt.
So blieb Paulus ein Jahr und sechs Monate und lehrte bei ihnen das Wort Gottes.
Als aber Gallio Prokonsul von Achaia war, traten die Juden einmütig gegen Paulus auf, brachten ihn vor den Richterstuhl
und sagten: Dieser verführt die Menschen zu einer Gottesverehrung, die gegen das Gesetz verstößt.
Als Paulus etwas erwidern wollte, sagte Gallio zu den Juden: Läge hier ein Vergehen oder Verbrechen vor, ihr Juden, so würde ich eure Klage ordnungsgemäß behandeln.
Streitet ihr jedoch über Lehre und Namen und euer Gesetz, dann seht selber zu! Darüber will ich nicht Richter sein.
Und er wies sie vom Richterstuhl weg.
Da ergriffen alle den Synagogenvorsteher Sosthenes und verprügelten ihn vor dem Richterstuhl. Gallio aber kümmerte sich nicht darum.
Paulus blieb noch längere Zeit. Dann verabschiedete er sich von den Brüdern und segelte zusammen mit Priszilla und Aquila nach Syrien ab. In Kenchreä hatte er sich aufgrund eines Gelübdes den Kopf kahl scheren lassen.


Amen, amen, ich sage euch: Ihr werdet weinen und klagen, aber die Welt wird sich freuen; ihr werdet bekümmert sein, aber euer Kummer wird sich in Freude verwandeln.
Wenn die Frau gebären soll, ist sie bekümmert, weil ihre Stunde da ist; aber wenn sie das Kind geboren hat, denkt sie nicht mehr an ihre Not über der Freude, dass ein Mensch zur Welt gekommen ist.
So seid auch ihr jetzt bekümmert, aber ich werde euch wiedersehen; dann wird euer Herz sich freuen und niemand nimmt euch eure Freude.
An jenem Tag werdet ihr mich nichts mehr fragen.
 
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