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Aus den Caritas-Einrichtungen

Leben in Frieden und Freude: Bischof-Scheele-Haus gesegnet

Würzburg, 21.10.2021. Mit einem feierlichen Gottesdienst wurde am Donnerstag das Bischof-Scheele-Haus in Würzburg gesegnet. Das Caritas-Haus in der Berner Straße ist eine der modernsten Einrichtungen für Senioren in Unterfranken.

In einer ökumenischen Feier ist am Donnerstag, 21. Oktober, das Bischof-Scheele-Haus in Würzburg gesegnet worden. Gemeinsam standen der Würzburger Weihbischof Ulrich Boom und der Dekan der evangelischen Kirche in Würzburg, Dr. Wenrich Slenczka, der Wort-Gottes-Feier in der neuesten Senioreneinrichtung der Stadt vor. Das Haus wird betrieben von der Caritas-Einrichtungen gGmbH (CEG) und vereint unter einem Dach stationäre Pflege, Tagespflege und Wohnen mit Service für Seniorinnen und Senioren.

Das Haus ist benannt nach dem früheren Würzburger Bischof, Paul-Werner Scheele (1928-2015), der von 1979 bis 2003 dieses Amt innehatte. Über seine Amtszeit hinaus war Scheele ein weltweit geachteter Experte für die Ökumene. In seiner Begrüßung erinnerte CEG-Geschäftsführer Georg Sperrle daran, dass auch der Bau der Einrichtung in weniger als zwei Jahren in ökumenischer Verbundenheit ablief. Die Caritas als Betreiberin der Pflegeeinrichtung arbeitete dabei mit der ebenfalls katholischen Julius-Itzel-Stiftung im Bereich Servicewohnen sowie dem Evangelischen Siedlungswerk (ESW) aus Nürnberg als Bauträger zusammen.

Oberbürgermeister Schuchardt dankt im Namen der Stadt

Beim Festakt lobte Würzburgers Oberbürgermeister Christian Schuchardt die Namenswahl für die neue Einrichtung. „Er war nicht nur ein hervorragender Theologe, sondern hat sich in seinem Leben immer auch als großer Menschenfreund erwiesen“, so Schuchardt. Für die politische Gemeinde sei der Tag der Segnung ein Anlass, Dank zu sagen. Das Bischof-Scheele-Haus stelle eine wichtige neue Adresse auf der „sozialen Meile“ Berner Straße im Würzburger Stadtteil Heuchelhof dar. Hier zeige sich in besonderer Weise, wie gut in Würzburg die Zusammenarbeit von Kommune und Trägern der freien Wohlfahrtspflege wie der Caritas in der Sorge um hilfsbedürftige Menschen funktioniere.

Auch die Ehrenvorsitzende des Diözesan-Caritasverbands, Barbara Stamm, betonte die gute Kooperation zwischen Stadt und Caritas. Die Caritas-Einrichtungen gGmbH zeige dabei in herausragender Weise, wie auch unter wirtschaftlich schwierigen Bedingungen gute und nachhaltige Arbeit für die Menschen geleistet werden könne. Besonders wertvoll sei, dass dabei immer das Profil des Trägers präsent bleibe. „Wo Caritas über der Tür steht, steckt auch ‚caritas‘, also Nächstenliebe, drin“, so die frühere Landtagspräsidentin.

Anhand einer Erinnerung erklärte Stamm, dass die Benennung der neuen Einrichtung nach Paul-Werner Scheele ihr persönlich viel bedeute. So wurde sie während seiner Amtszeit nicht nur zweite Vorsitzende des Diözesan-Caritasverbands. Auch in innerkirchlichen Debatten über ethische Fragen, in denen sich Stamm prominent zu Wort gemeldete hatte, habe sie sich stets auf die Rückendeckung Scheeles verlassen können. „Es hat mir viel Kraft gegeben, dass mein Diözesanbischof an meiner Seite stand“, so Stamm.

Weihbischof Boom ermutigt zur Dankbarkeit

In seiner Ansprache an die gut 50 Teilnehmer der Segnungsfeier ging Weihbischof Ulrich Boom auf den bischöflichen Wahlspruch Paul-Werner Scheeles „Pax et Gaudium“ (lat. „Friede und Freude“) ein. Dieses Zitat aus dem Römerbrief (Röm 14,17) sei Zuspruch und Zuruf zugleich. „Wenn nicht Friede und Freude im Herzen verwurzelt sind, nutzen die besten Speisen und die köstlichsten Getränke nichts“, fasste der Weihbischof die Bibelstelle zusammen.

Dieses Schriftzitat sei damit auch ein Wort der Orientierung für das Zusammenleben im neuen Bischof-Scheele-Haus. „Gewiss ist all das hier gut, sehr gut“, sagte Boom über Infrastruktur und Angebot der Einrichtung. Aber wenn auch „noch so gut gekocht und gepflegt“ werde, sei das Leben im Alter oft mit Unzufriedenheit und Freudlosigkeit verbunden. Zufriedenheit und Lebensfreude hätten ihren Ursprung hingegen in der „Dankbarkeit für das Leben, wie es nun einmal ist“. Bewohnerinnen und Bewohnern sowie dem Personal des Bischof-Scheele-Hauses sprach der Weihbischof den Wunsch zu, diese Dankbarkeit nicht zu verlieren „und so zu Botinnen und Boten des Friedens und der Freude“ zu werden. Zeichenhaft brachte der Weihbischof diesen Zuspruch zum Ausdruck, als er gemeinsam mit Dekan Slenczka die Wohnbereiche besuchte und Haus und Menschen den Segen spendete.

Das Bischof-Scheele-Haus auf dem Würzburger Heuchelhof ist die jüngste Einrichtung für Senioren der Caritas in Unterfranken und damit eine der modernsten in der Region. Nach weniger als zwei Jahren Bauzeit konnten bereits im Sommer die ersten Bewohnerinnen und Bewohner die Einrichtung beziehen. Neben 77 Plätzen in der stationären Pflege ist im Erdgeschoss auch eine Tagespflege für bis zu 20 Gäste eingerichtet. Den Menschen des Bischof-Scheele-Hauses sowie Gästen von außerhalb bietet das öffentliche Kulturkaffee Grenzenlos einen Anlaufpunkt.

Kooperationspartner loben gute Zusammenarbeit

Im dritten Gebäudeteil der Anlage sind zudem 18 seniorengerechte Wohnungen untergebracht, die von der Münchner Julius-Itzel-Stiftung betrieben werden. „Wir sind sehr froh, dass wir diese tolle Einrichtung komplettieren können mit unserem Julius-Itzel-Haus“, erklärte Vorstand Bernhard Kösslinger in seinem Grußwort. Für die Stiftung sei es das erste Projekt dieser Größenordnung gewesen. Zugleich würde mit der Würzburger Einrichtung der Stiftungszweck, zu dem die Sorge um alte und demente Menschen zählt, in hervorragender Weise erfüllt. Ausdrücklich dankte Kösslinger allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit.

Diese lobte auch Klaus Kräutner, Geschäftsführer des Evangelischen Siedlungswerks. Das Projekt sei auch für das erfahrene ESW „eine ganz große Herausforderung“ gewesen. Ausdrücklich dankte Kräutner für das gute Zusammenspiel mit dem Projektteam der Caritas. „Wir arbeiten jederzeit und gerne wieder mit Ihnen zusammen!“ Mit einem Augenzwinkern lobte Kräutner auch die Qualität der Firma Riedel Bau, welche die Arbeiten ausgeführt hatte. „Den ersten Sturm hat das Haus heute bereits schadlos überstanden!“, bemerkte er mit Blick auf das stürmische Herbstwetter in Würzburg.

Einen kleinen Wermutstropfen bildeten lediglich die nach wie vor notwendigen Schutzmaßnahmen in der Pflegeeinrichtung. So konnten die Gäste des Festakts trotz „3-G-Regel“ nicht auch mit den Bewohnerinnen und Bewohnern in Kontakt kommen. Angebotene Führungen durch die noch nicht belegten Wohnbereiche nahmen viele allerdings gerne wahr – und zeigten sich sichtlich beeindruckt vom neuen Bischof-Scheele-Haus.

Kilian Martin | CEG

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