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Trauer um Bischof em. Paul-Werner

Das Bistum Würzburg trauert um Bischof em. Dr. Paul-Werner Scheele. Er starb am Freitagabend, 10. Mai, im Alter von 91 Jahren in Würzburg. Dem Kiliansbistums stand er von 1979 bis 2003 vor.

Bischof em. Dr. Paul-Werner Scheele gestorben

Würzburg (POW) Das Bistum Würzburg trauert um Bischof em. Dr. Paul-Werner Scheele. Er starb am Freitagabend, 10. Mai, im Alter von 91 Jahren in Würzburg. Dem Kiliansbistum stand er von 1979 bis 2003 vor.

Scheele wurde am 6. April 1928 in Olpe in Westfalen geboren. Nach Kriegsdienst, Abitur und Studium weihte ihn Erzbischof Lorenz Jaeger am 29. März 1952 in Paderborn zum Priester. Danach war Scheele Kaplan und Religionslehrer an berufsbildenden Schulen in Paderborn. 1964 promovierte er an der Theologischen Fakultät der Universität Würzburg und war dann als Journalist für eine kirchliche Zeitschrift bei der dritten und bei Teilen der vierten Sitzungsperiode des Zweiten Vatikanischen Konzils tätig. Es folgten Jahre als Professor in Fulda und Marburg, in Bochum und Würzburg, schließlich von 1971 bis 1979 in Paderborn. Dort leitete er das Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik. Erzbischof Johannes Joachim Degenhardt spendete Scheele am 9. März 1975 in Paderborn die Bischofsweihe. Es folgten vier Jahre als Weihbischof in Paderborn. Am 31. August 1979 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum 87. Bischof von Würzburg. Die Amtseinführung fand am 21. Oktober 1979 in Würzburg statt. 24 Jahre, von 1979 bis 2003, leitete Bischof Scheele das Kiliansbistum gemäß seinem Wahlspruch „Friede und Freude“. In der Deutschen Bischofskonferenz war er von 1976 bis 2003 Vorsitzender der Ökumenekommission. Außerdem war er neben vielen weiteren ökumenischen Aufgaben von 1984 bis 2008 als Mitglied im Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen tätig. Seit 14. Juli 2003 war er emeritiert, nahm aber weiterhin zahlreiche Aufgaben im Bistum und in der weltweiten Ökumene wahr, beispielsweise seit 2003 in der Kommission für den theologischen Dialog zwischen der römisch-katholischen Kirche und den orientalisch-orthodoxen Kirchen. Bischof Scheele war Ehrendomherr in Paderborn und Würzburg, Träger der Goldenen Stadtplakette der Stadt Würzburg, des Bayerischen Verdienstordens und des Bundesverdienstkreuzes erster Klasse sowie Honorarprofessor und Ehrensenator an der Universität Würzburg. Anlässlich des 85. Geburtstags verlieh ihm die Stadt Würzburg 2013 den Ehrenring. Am Samstag, 11. Mai, läutet um 8 Uhr die Totenglocke des Würzburger Kiliansdoms für Bischof Scheele. Der Termin für das Requiem und die Beisetzung im Kiliansdom wird zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben

(2019/0503; E-Mail voraus)

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