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Impulse

Unterschiedlichste Autoren im Bistum Würzburg veröffentlichen regelmäßig spirituelle Texte in Tageszeitungen, im Internet oder in Druckwerken. Die Interpretationen der christlichen Botschaft bestärken im Glauben, im alltäglichen Leben und regen zum Nachdenken an. Einige dieser Texte stellen wir hier für Sie zusammen.

Inspiration
Inspiration

Sensible Daten

Lieber Gott im Himmel, als Seelsorger habe ich viele Aufgaben, die mir Freude machen. Aber manchmal gibt es auch Themen, die nerven, obwohl sie eigentlich gar nicht zum Kerngeschäft von Seelsorge und Gemeindearbeit gehören. Ein Beispiel ist die Datenschutzverordnung der EU, die seit 25. Mai für alle Mitgliedsstaaten verbindlich ist. Nach der müssen auch wir uns in unserer Arbeit richten.

Worum es da genau geht, habe ich gar nicht in allen Einzelheiten verstanden; entschuldige bitte, wenn ich mich deshalb vielleicht etwas ungenau ausdrücke. Jedenfalls hat es etwas zu tun mit der Verwendung und Speicherung von personenbezogenen Daten anderer, die besonders geschützt werden sollen. Darunter fallen als erstes natürlich die Namen von Menschen. Ich wollte gerne wissen, wie du das mit den Namen der Menschen handhabst, die du kennst (das dürften ja ziemlich viele sein).

Du sagst zum Beispiel im Buch des Propheten Jesaja: „Ich habe dich beim Namen gerufen, du bist mein“ (Jes 43,1). Das erscheint mir noch unproblematisch, aber später heißt es dann von dir: „Sieh her, ich habe dich eingezeichnet in meine Hände“ (Jes 49,16). Das ist ja dann schon eine Datenspeicherung, oder? Hast du da alle Betroffenen erst um Erlaubnis gefragt? Besonders heikel in puncto Datenschutz erscheint mir dein „Buch des Lebens“, von dem in der Bibel mehrmals die Rede ist. So kündigst du in der Offenbarung des Johannes an: „Nie werde ich seinen Namen aus dem Buch des Lebens streichen“ (Offb 3,5).

Ich glaube, mit so einem Satz kannst du rechtlich ganz schön in Schwierigkeiten kommen. Und offensichtlich haben auch Mitarbeiter von dir Zugang zu diesen personenbezogenen Daten, wie etwa Paulus, der einmal bemerkt: „Ihre Namen stehen im Buch des Lebens“ (Phil 4,3). Ist Paulus von dir entsprechend über seine Datenschutzpflichten aufgeklärt worden?


Du siehst, es ist Vieles, was mir durch den Kopf geht. Ich weiß gar nicht, ob du mir mit Erfahrungswerten aus deiner göttlichen Praxis helfen kannst. Vielleicht stehst du ja auch über all dem? Auf alle Fälle habe ich die Hoffnung, dass du mit dem ganzen Menschen, nicht nur mit seinen Daten, sensibel umgehst.

So grüße ich dich ganz herzlich!

Peter Michaeli, Pastoralreferent und Eheberater in Aschaffenburg 

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