Hinweis

Ihre Browserversion wird leider nicht mehr unterstüzt. Dies kann dazu führen, dass Webseiten nicht mehr fehlerfrei dargestellt werden und stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Wir empfehlen Ihnen, Ihren Browser zu aktualisieren oder einen der folgenden Browser zu verwenden:

Impulse

Unterschiedlichste Autoren im Bistum Würzburg veröffentlichen regelmäßig spirituelle Texte in Tageszeitungen, im Internet oder in Druckwerken. Die Interpretationen der christlichen Botschaft bestärken im Glauben, im alltäglichen Leben und regen zum Nachdenken an. Einige dieser Texte stellen wir hier für Sie zusammen.

Wort zum Wochenende am 30. April 2021

Dynamik von der Graswurzel bis zum Kirchturm entfalten

Seit 100 Jahren prägen die christlichen Gemeinden mit Kirchen, Initiativen, Kindergärten und sozialen Einrichtungen den Stadtteil Zellerau, so Pfarrer Paul Reder

Was wäre Würzburg ohne seine Kirchtürme? Sie prägen das Stadtbild. Auf den ersten Blick fallen sie vor allem als Wahrzeichen der altehrwürdigen Gotteshäuser in der Innenstadt auf. Doch gibt es auch jüngere Geschwister. Einige davon befinden sich in der Zellerau. Kirchtürme weisen auf die Beheimatung einer christliche Glaubensgemeinschaft hin. Am 1. Mai dürfen wir in der Zellerau das Jubiläum einer solchen christlichen Beheimatung begehen. Vor 100 Jahren, am 1. Mai 2021, wurde der Grundstein für eine eigenständige katholische Gemeindeseelsorge in der Zellerau gelegt. Bis dahin wurde die Seelsorge von St. Burkard im Mainviertel aus betreut.

Die Errichtung einer Expositur, also eines neuen Seelsorgebezirks für die Zellerau, folgte der Stadtentwicklung. Mit dem Ausbau der Kasernen in den Jahrzehnten zuvor siedelten sich zahlreiche Soldatenfamilien sowie Handwerks- und Industriebetriebe an. Die linksmainische Bevölkerung wuchs und die Mainauen boten die nötige Bebauungsfläche. Bemerkenswert ist, dass der Wunsch nach einer eigenen Seelsorge aus der Bevölkerung selbst kam. Die Gründung eines „Vereins zur Förderung der kath. Seelsorge in der Zellerau“ im Jahr 1920 würden wir heute als „Graswurzelbewegung“ bezeichnen. Mit Errichtung der Pfarrei Heiligkreuz und die Fertigstellung der Heiligkreuzkirche im Jahr 1935 fand die Kirchengemeinde eine neue Heimat und die Schottenkirche St. Jakob (heute Don Bosco) wurde wieder als Miltärkirche genutzt.

Zwanzig Jahre später, im Jahr 1955, erfuhr das Seelsorgegebiet mit dem Bau der Kirche St. Elisabeth eine sichtbare Erweiterung. Schon sechs Jahre später wurde in guter ökumenischer Nachbarschaft die evangelische Erlöserkirche eingeweiht. Neben den historischen Türmen der Deutschhauskirche und von Don Bosco ragen links des Mains also drei jüngere Kirchtürme in den Zellerauer Himmel. Sie sind Beleg dafür, dass christliches Leben hier eine Heimat gefunden hat. Angefangen mit einer Graswurzelbewegung vor 100 Jahren prägen die christlichen Gemeinden mit Kirchen, Initiativen, Kindergärten und sozialen Einrichtungen den Stadtteil Zellerau bis heute. Wenn wir am 1. Mai den Tag der Arbeit begehen, können wir uns auch dankbar daran erinnern, dass in der Zellerau Menschen in kirchlichen Arbeitsfeldern und Gemeinden seit 100 Jahren aktiv gesellschaftliches Zusammenleben mitgestalten. Sie sind ein lebendiges Zeugnis und eine Ermutigung, dass die christliche Botschaft ihre Dynamik von der Graswurzel bis zum Kirchturm entfalten kann.

Paul Reder, Pfarrer Heiligkreuz, St. Elisabeth, St. Burkard

Der Impuls "Wort zum Wochenende" erscheint wöchentlich auf der Internetseite der Kirche in der Region Würzburg.

Wort zum Wochenende

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung