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Impulse

Unterschiedlichste Autoren im Bistum Würzburg veröffentlichen regelmäßig spirituelle Texte in Tageszeitungen, im Internet oder in Druckwerken. Die Interpretationen der christlichen Botschaft bestärken im Glauben, im alltäglichen Leben und regen zum Nachdenken an. Einige dieser Texte stellen wir hier für Sie zusammen.

Kreuzwort am 2. Oktober 2021

Fünf Brote und zwei Fische

Ich sehe die verwunderten Gesichter noch vor mir: Ich hatte bei einer Konfirmationspredigt zwei glitschige, geräucherte Fische hochgehalten. Dazu noch fünf kleine Brote. Die waren natürlich weniger spektakulär.

Aber genauso stelle ich mir die Szene vor, wie sie in der Bibel steht: Jesus ist mit seinen Freunden unterwegs. Und wie immer kommen viele Menschen zu ihnen. Hungrige und Kranke, Gescheiterte, Abgearbeitete, Menschen voller Sehnsucht. Sie wollen von Jesus geheilt werden, neue Kräfte bekommen, sie wollten gesättigt werden für ihr Leben.

Aber dann wird es irgendwann Abend. „Lass die Leute nach Hause gehen!“ sagen die Freunde zu Jesus. „Nein, gebt ihnen einfach zu essen“, meint Jesus. „Aber wir haben doch nichts, außer zwei Fische und fünf Brote. Das reicht doch nie!“ „Gebt her“, sagt Jesus. Nimmt, sieht zum Himmel und dankt Gott. Dann gibt er das Essen seinen Freunden und die verteilen es an die Leute. 5000 Mann sollen es gewesen sein. „Und sie aßen alle und wurden satt und sammelten auf, was an Brocken übrigblieb, zwölf Körbe voll!“ Jesus und die Freunde haben wenig – aber es reicht. Es bleibt sogar noch etwas übrig.

Wir – hier in Deutschland, 2000 Jahre später – haben viel und da bleibt noch viel mehr übrig: Am Erntedankfest, da stellen wir Körbe in die Kirche mit all dem, was wir übrig haben und wofür wir Gott danken: Die Früchte des Gartens – Kartoffeln, Äpfel, Kürbis. Ein großes Brot liegt meist auf dem Altar. Fische habe ich da noch keine gesehen. Jesus folgt einer göttlichen Rechenregel, die wir so nicht kennen, aus der Mathematik: Teilen ist gleich Multiplizieren. Da schlagen Mathematiklehrer die Hände über dem Kopf zusammen. Aber es ist ein Wunder, das sich oft wiederholt in verschiedenen Formen.

Wenn Menschen anfangen zu teilen, zu verschenken, nicht mehr nur an sich selbst zu denken, dann erzeugt das eine Welle des Guten, die Berge versetzen kann. Ich glaube, wir brauchen keine Angst zu haben, zu kurz zu kommen. Jesus sagt: Was wir teilen vervielfacht sich. Es wird reichen. Gott beschenkt uns mit dem, was wir brauchen und mit noch viel mehr. Morgen ist Gelegenheit „Danke“ zu sagen. Nicht nur für Fische und Brote…

Pfarrerin Judith Haar-Geißlinger, Kleinheubach

Der Impuls "Kreuzwort" erscheint wöchentlich auf der Internetseite der Region Aschaffenburg.

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