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Impulse

Unterschiedlichste Autoren im Bistum Würzburg veröffentlichen regelmäßig spirituelle Texte in Tageszeitungen, im Internet oder in Druckwerken. Die Interpretationen der christlichen Botschaft bestärken im Glauben, im alltäglichen Leben und regen zum Nachdenken an. Einige dieser Texte stellen wir hier für Sie zusammen.

Kreuzwort am 14. August 2021

Mein Name ist "Ich bin da"

Ich war da, ich bin da, ich werde da sein. Ich bin immer für euch Menschen da. Und so könnt ihr mich erfahren. Als eine Kraft, die für euch spürbar werden will, gerade dann, wenn ihr es besonders braucht.

Ein Mensch steht vor einem brennenden Dornbusch. Zahlreiche Bilder stellen diese biblische Szene dar. Die Erzählung macht deutlich: hier passiert etwas Besonderes. Aus diesem Dornbusch spricht Gott zu Mose und gibt ihm einen Auftrag. Auf die Frage "Wie ist dein Name?", hört Mose die Antwort: "Ich bin 'Ich-bin-da'". Im Hebräischen stehen da vier Buchstaben: JHWH. Für Menschen jüdischen Glaubens unaussprechlich und deshalb in der Bibel immer mit anderen Bezeichnungen umschrieben. "Mein Name ist 'Ich-bin-da'. Das ist mein Name für alle Zeiten und so sollen mich alle Generationen ansprechen."

Mich fasziniert das immer wieder aufs Neue. Im Grunde genommen ist es kein Name, sondern ein Programm. Es umschreibt wie Gott ist. Das hebräische JHWH ist im Deutschen kaum zu übersetzen. Ich war da, ich bin da, ich werde da sein. Ich bin immer für euch Menschen da. Und so könnt ihr mich erfahren. Als eine Kraft, die für euch spürbar werden will, gerade dann, wenn ihr es besonders braucht.

Nicht zu fassen! Der Dornbusch brennt, verbrennt aber nicht. Das ist nicht zu erklären. Ebenso wenig können wir Gott mit Worten unserer Sprache erfassen oder in einem Bild festhalten. Mose kann nicht nahe heran, kann dieses Phänomen nicht untersuchen. Aber er macht eine Erfahrung, die ihn verändert. Wir kennen doch auch solche Momente, in denen uns etwas nahe geht. Es trifft uns ins Herz und wir wissen gar nicht genau, was uns gerade geschieht. Mit den Sinnen können wir es nicht wirklich erfassen. Aber plötzlich leuchtet uns etwas ein, das wir vorher nicht erkennen konnten.

Vielleicht auch bei einem traurigen Ereignis. Ein junger Mensch, der einen Freund im Sterben begleitet hatte, sagte nachher: "Da habe ich eine Kraft gespürt. Ich kann es nicht beschreiben, aber es war da". Gott sagt "Ich bin da"  auch in unseren traurigen Momenten. Auch dann, wenn wir verzweifelt sind und nicht mehr weiter wissen. Manchmal braucht es unsere Worte, unsere Nähe und Begleitung, damit Menschen in schweren Zeiten ihres Lebens eine Ahnung davon bekommen und Trost erfahren.

Ich wünschte mir, wir würden viel öfter diese Bezeichnung für Gott verwenden: Gott, Du Ich-bin-da.

Brigitte Glaab, alt-katholische Priesterin, Aschaffenburg

Der Impuls "Kreuzwort" erscheint wöchentlich auf der Internetseite der Region Aschaffenburg.

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