Hinweis

Ihre Browserversion wird leider nicht mehr unterstüzt. Dies kann dazu führen, dass Webseiten nicht mehr fehlerfrei dargestellt werden und stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Wir empfehlen Ihnen, Ihren Browser zu aktualisieren oder einen der folgenden Browser zu verwenden:

Impulse

Unterschiedlichste Autoren im Bistum Würzburg veröffentlichen regelmäßig spirituelle Texte in Tageszeitungen, im Internet oder in Druckwerken. Die Interpretationen der christlichen Botschaft bestärken im Glauben, im alltäglichen Leben und regen zum Nachdenken an. Einige dieser Texte stellen wir hier für Sie zusammen.

Inspiration
Inspiration
Wort zum Sonntag am 05. Januar 2020

Nicht tiefer als in Seine Hände

Gott nimmt mich an, mit all meinen Stärken und Schwächen, mit meinem Können und Versagen. Ich kann nicht tiefer fallen, als in Seine Hände. So ist jeder Tag auch ein Weihnachtstag.

Evangelium

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch das Wort geworden, und ohne es wurde nichts, was geworden ist. In ihm war Leben und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst. Ein Mensch trat auf, von Gott gesandt; sein Name war Johannes. Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kommen. Er war nicht selbst das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht. Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt. Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf. Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben, die nicht aus dem Blut, nicht aus dem Willen des Fleisches, nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind. Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt, und wir haben seine Herrlichkeit geschaut, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit. Johannes legt Zeugnis für ihn ab und ruft: Dieser war es, über den ich gesagt habe: Er, der nach mir kommt, ist mir voraus, weil er vor mir war. Aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, Gnade über Gnade. Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben, die Gnade und die Wahrheit kamen durch Jesus Christus. Niemand hat Gott je gesehen. Der Einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht, er hat Kunde gebracht.    

Johannes 1,1–18

Nach dem Ersten Weihnachtstag hören wir zum zweiten Mal die Botschaft von Johannes: „Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt.“ Knapp, sachlich und nüchtern. Johannes holt weit aus. Seine Weihnachtsbotschaft beginnt bereits mit der Erschaffung des ganzen Universums: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.“

Gottes Größe beginnt nicht erst mit der Menschwerdung Jesu, sondern weit vorher. In Ihm hat alles seinen Ursprung. Er ist der Urgrund von allem.

So bedeutet Weihnachten für mich: Gott hat alles geschaffen. Das ganze Universum. Dich und mich. Seinen Sohn hat er in die Welt gesandt, um uns ein Beispiel zu geben. Die Grundbotschaft für mich heißt: mein Leben anzunehmen und das Beste daraus zu machen. Mit meinen Möglichkeiten und Fähigkeiten. Beispiele dafür gibt es genügend. Jesus selbst, Johannes der Täufer, die zwölf Apostel, aber auch in meiner eigenen Lebensgeschichte: Eltern, Großeltern, Geschwister, Großfamilie. Da ist auch nicht alles glatt gelaufen. Da gibt es ebenfalls Mängel, Schuld und Versagen – Um- und Irrwege.

Jeder Mensch hat seine Biografie. Gerade als Klinikpfarrer höre ich Lebensgeschichten von Menschen, bei denen ich mir ganz klein vorkomme: Krankengeschichten, Krieg, Gefangenschaft, Vertreibung, Tod ... Gott sei Dank gibt es auch die andere Seite: Geburt, Leben, Freude und Glück ...

Vieles kann ich nicht verstehen und begreifen, weder positiv noch negativ. Ich kann Gott nur alles in Seine Hände geben. Im Wissen und Glauben, dass es jemanden gibt, der mich hält und trägt. Der Ja zu mir sagt von Anfang an.

Ein bekannter Satz lautet: „Gott wird Mensch, damit wir menschlicher werden.“ Dazu ist mir Jesus wie auch das Vorbild unzähliger Menschen Hilfe und Kraft. Er nimmt mich an, mit all meinen Stärken und Schwächen, mit meinem Können und Versagen. Ich kann nicht tiefer fallen, als in Seine Hände. So ist jeder Tag auch ein Weihnachtstag.

Gottfried Amendt ist Pfarrer am Klinikum Würzburg Mitte (KWM), Standort Missioklinik.

Das "Wort zum Sonntag" erscheint wöchentlich im Würzburger katholischen Sonntagsblatt.

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung