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Impulse

Unterschiedlichste Autoren im Bistum Würzburg veröffentlichen regelmäßig spirituelle Texte in Tageszeitungen, im Internet oder in Druckwerken. Die Interpretationen der christlichen Botschaft bestärken im Glauben, im alltäglichen Leben und regen zum Nachdenken an. Einige dieser Texte stellen wir hier für Sie zusammen.

Wort zum Wochenende am 6. November 2020

Vom ACH zum AHA

Wie heißt es so treffend im Sprichwort: "Unter jedem Dach ein Ach" so Domvikar Paul Weismantel.

Wie heißt es so treffend im Sprichwort: „Unter jedem Dach ein Ach“. 

Das lässt sich gut weiterführen, wenn man die vielen Dächer bedenkt, unter denen wohl sehr viele „Achs“ wohnen. Gewiss kann jede und jeder von uns eine lange Liste und Litanei von solchen Achs aufzählen und ein Lied mit vielen Strophen davon singen. Derzeit haben ohnehin viele Menschen den Eindruck, die Schreckensmeldungen werden immer mehr und hören gar nicht mehr auf; allen voran die Pandemie, dann die Terroranschläge in Wien, Paris, Nizza und Kabul und an vielen Orten dieser Erde.

Als ob der November ohnehin schon für viele eine eher gefürchtete Zeit ist mit ihrem düster trüb traurigen und dunkelschweren Nebelwetter. Wenn man das Wort LEBEN rückwärts schreibt kommt ja auch NEBEL heraus. Hermann Hesse hat dazu ein zutiefst trauriges und einsames Gedicht geschrieben, in dem er sagt:

"Seltsam im Nebel zu wandern, einsam ist jeder Busch und Stein,
kein Mensch kennt den andern, jeder ist allein.
Voll von Freunden war mir die Welt, als noch mein Leben licht war,
nun, da der Nebel fällt, ist keiner mehr sichtbar.
Leben heißt Einsamsein, kein Mensch kennt den andern, jeder ist allein."

Da steckt wohl viel enttäuschende Lebenserfahrung dahinter. Ich persönlich meine allerdings auch, dass wir dabei nicht stehen und darin nicht stecken bleiben müssen. Das kann ich probieren, indem ich vom ständigen ACH auf das AHA umschalte. AHA bedeutet als Abkürzung: Auf Hoffnungszeichen achten!

AHA kann ich, wenn ich achtsam dafür bin, immer wieder eine Atempause einzulegen und mir Zeit nehme zum Aufatmen.

AHA übe ich, wenn ich abends, nachts oder auch frühmorgens zum Himmel aufschaue, ob ich dort einen Stern entdecke, der mir zulächelt und winkt.

AHA pflege ich, wenn ich in einem Menschen neue Freude wecke, ihn mit einer kleinen Überraschung zum Staunen bringe und so aus seinem ACH Loch herauslocke.

AHA heißt für mich, mich um das Wohlergehen und das Glück meiner Nächsten zu sorgen, wenn ich jemandem geduldig zuhöre, auch wenn sich vieles wiederholt.

AHA tue ich, wenn ich davon erzähle, wann und wo mir ein Licht aufgegangen ist, beim Spazierengehen, beim Bibel Lesen oder beim Beten.

Ich bin überzeugt, Sie entdecken viele beachtliche AHA – Momente in allernächster Nähe.

Paul Weismantel, Domvikar, Spiritual Referat Glaube und Leben

Der Impuls "Wort zum Wochenende" erscheint wöchentlich auf der Internetseite der Kirche in der Region Würzburg.

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