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Impulse

Unterschiedlichste Autoren im Bistum Würzburg veröffentlichen regelmäßig spirituelle Texte in Tageszeitungen, im Internet oder in Druckwerken. Die Interpretationen der christlichen Botschaft bestärken im Glauben, im alltäglichen Leben und regen zum Nachdenken an. Einige dieser Texte stellen wir hier für Sie zusammen.

Wort zum Wochenende

Licht im Advent

Es ist diese besondere Mischung aus Dunkel und Hell, so Diakonin Yvonne Meier.

Der Dezember hat Würzburg und das Umland fest im Griff. Morgens ist es dunkel, und oft hängt feiner Nebel über dem Main. Am späten Nachmittag glitzern bereits die Lichter in der Innenstadt, und der Weihnachtsmarkt erfüllt die Luft mit dem Duft von Gewürzen und Gebäck. Es ist diese besondere Mischung aus Dunkel und Hell, die den Advent prägt – und uns jedes Jahr neu berührt.
Der Advent ist eine Zeit des Wartens, aber auch des Suchens: nach Ruhe, nach Orientierung, nach einem Moment, der uns innerlich gut tut. Inmitten der vielen Termine und Erledigungen kann das eine Herausforderung sein. Vielleicht spüren auch Sie diese Spannung: draußen festliche Stimmung, innen manchmal Müdigkeit oder offene Fragen.
Morgen, am Samstag, ist Nikolaustag. Ein Tag, der von vielen Kindheitserinnerungen lebt: geputzte Stiefel, ein wenig Spannung, die Freude am nächsten Morgen. Hinter diesen Bräuchen steht die Geschichte des heiligen Nikolaus – ein Mensch, der warmherzig war und hingeschaut hat. Der die Not anderer nicht ignorieren konnte. Der Licht und Hoffnungsschimmer gebracht hat, dorthin, wo es dunkel war. Im Buch Jesaja ist das genau der Auftrag. Dort heißt es:
„Mache dich auf und werde licht; denn dein Licht kommt.“ (Jesaja 60,1)

Dieses Wort lädt uns ein, über das Empfangen und Weitergeben nachzudenken – und es dann auch umzusetzen. Es muss nichts Großes sein: ein Lächeln an einen Passanten, ein Anruf, Geduld im Gedränge der Weihnachtsmärkte. Gerade im Advent zählen die kleinen Gesten.

„licht werden“ ist ein schönes Bild. Und mehr als das, es ist eine Verheißung. Gott kommt uns entgegen – in unsere Müdigkeit, in unsere Unruhe, in unsere Fragen. Gott kommt uns entgegen und weckt in uns ein Licht, das andere anstecken kann. Gott kommt uns entgegen - nicht erst an Weihnachten: er ist schon lange vorher bei uns, mitten im Alltag. Und er beschenkt uns nicht mit Mandarinen und Schokolade im Stiefel, sondern in all den wunderbaren Kleinigkeiten und Momenten des Alltags.

Eine gesegnete Woche – und einen Nikolaustag, der Licht und ein Lächeln in Ihr Herz trägt und zum Teilen einlädt.

evangelische Diakonin Yvonne Meier, Referent/in für Öffentlichkeitsarbeit im Dekanatsbezirk Würzburg