Franz Jung ist am 10. Juni 2018 zum Bischof geweiht und in sein Amt eingeführt worden. Er ist der 89. Bischof von Würzburg.
Geboren wurde er am 4. Juni 1966 in Mannheim, aufgewachsen ist er im benachbarten Ludwigshafen. Nach dem Abitur führte ihn sein Weg zunächst nach München, wo er zwei Jahre lang Theologie studierte. 1988 wechselte er nach Rom. Dort absolvierte er bis 1991 ein Studium der Philosophie und Theologie an der Päpstlichen Universität Gregoriana. Am 10. Oktober 1992 wurde er in Rom von Bischof Franz Kamphaus zum Priester geweiht. Sein 1991 begonnenes Lizentatiat am Päpstlichen Bibelinstitut schloss er 1993 ab.
Seine erste Kaplanstelle trat Jung 1998 in der Pfarrei Sankt Anton in Pirmasens an. Drei Jahre später promovierte er in München im Fach Neues Testament – seine Dissertation bei Professor Dr. Joachim Gnilka widmete sich der Rezeption des hellenistischen Ehrentitels „Soter“ im Neuen Testament. Noch im selben Jahr wurde er Kaplan an der Speyerer Dompfarrei und persönlicher Sekretär von Bischof Dr. Anton Schlembach.
Im Bistum Speyer übernahm Jung bald leitende Aufgaben: 2003 wurde er Leiter der Abteilung Gemeindeseelsorge, 2007 zusätzlich Leiter des Referats „Klösterliche Verbände“. Ein Jahr später wurde er in das Domkapitel aufgenommeni, 2009 ernannte ihn Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann zum Generalvikar.
Papst Franziskus berief Jung am 16. Februar 2018 zum Bischof von Würzburg. Die Bischofsweihe spendete ihm am 10. Juni 2018 der Bamberger Erzbischof Dr. Ludwig Schick. Seither wirkt Jung auch auf bundesweiter Ebene: Er gehört mehreren Kommissionen der Deutschen Bischofskonferenz an – unter anderem für gesellschaftliche und soziale Fragen, für Wissenschaft und Kultur sowie für die Caritas. Zudem wurde er 2020 zum Komtur mit Stern des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem ernannt.
Im Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) spielt Bischof Jung eine wichtige Rolle: Seit 2019 gehört er dessen Verbandsrat an, 2020 wurde er zu dessen Vorsitzendem gewählt. Bischof Jung engagiert sich darüber hinaus im Synodalen Prozess der Kirche in Deutschland und ist seit 2024 Co-Vorsitzender der Kommission „Evaluation und Monitoring der Umsetzung der Beschlüsse des Synodalen Weges“. Als gastgebender Bischof bereitet er derzeit den 104. Deutschen Katholikentag mit vor, der 2026 in Würzburg stattfinden wird.















