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Meine These ist, dass das Christentum schon immer politisch war - weil die Botschaft Jesu eine hochpolitische war und weil er sich für das Leben und vor allem die Not der Menschen interessiert hat. 

Hochschulpfarrer Burkhard Hose
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Kalenderblatt

Lukas, Evangelist

Datum
18.10.2018
Liturgische Farbe
rot
Namenstag
Lukas, Jusrus, Gwenn
  • Tagesheiliger
  • 1. Lesung
  • Evangelium
  • Tagesheiliger

    Lukas

    Apostel, Evangelist
    * in Antiochia, dem heutigen Antakya in der Türkei (?)
    † um 80, in Bithynien in der Türkei (?) oder in Achaia in Griechenland (?)

    Lukas stammte vermutlich aus Antiochia, war Heidenchrist, von Beruf Arzt. Über seine Bekehrung zum Christentum ist nichts überliefert. Lukas schloss sich in Troas Paulus an und begleitete diesen als Gefährte und treuer Freund auf dessen zweiter und dritter Reise, der Romreise, und während der Gefangenschaft.

    Dieser Lukas gilt traditionell als Verfasser des gleichnamigen Evangeliums und als Autor der Apostelgeschichte, als deren Entstehungszeit heute allgemein die Jahre zwischen 70 und 80 angesehen werden; die Identifizierung des Autors dieser Schriften mit dem bei Paulus erwähnten Lukas ist aber unsicher.

    Das Lukasevangelium war vorrangig für die Unterweisung von Nichtchristen bestimmt. Der Evangelist war bestrebt, Person und Wirken Jesu in einen zeit- und weltgeschichtlichen Rahmen zu rücken; auch seine Geschichte und Vorgeschichte der Geburt Jesu (Lukasevangelium 1, 1 - 2, 20) soll auf die universale Bedeutung Christi hinweisen. Deutlich ist Lukas’ Interesse zu erkennen, das Heil, das in Jesus in die Welt gekommen ist, als universal darzustellen, nicht einzugrenzen durch nationale, rassische oder religiöse Barrieren. Die Apostelgeschichte zeigt, wie die Verkündigung geradezu unaufhaltsam ins Herz- und Machtzentrum der damaligen Welt, nach Rom, vorstieß. Wichtig war Lukas die Betonung von gerechten sozialen Beziehungen, insbesondere zwischen Armen und Reichen, das Bemühen um die Sünder und Geächteten der Gesellschaft sowie Jesu Wohlwollen gegenüber den Frauen.

    Legenden lassen Lukas einen Martertod erleiden, demnach wurde er an einem Olivenbaum gekreuzigt. Hieronymus berichtet, dass er mit 84 Jahren in Bithynien - nach anderen Quellen in Achaia, also in Boetien oder auf dem Peloponnes - sein Leben friedlich vollendet habe. Wegen der Schilderung der Maria in den ersten Kapiteln seines Evangeliums gilt Lukas als Marienverehrer, ist nach späteren Legenden Maler des ersten Madonnenbildes und wird oft als Maler von Marienbildern dargestellt.

    Lukas’ Gebeine sollen 356/57 in die Apostelkirche von Konstantinopel überführt worden sein. Reliquien liegen auch in Padua, sein Kopf im russischen Panteleimon-Kloster auf dem Berg Athos.

    Dem Vieh gab man früher am Lukas-Tag geweihte Zettel mit Bibelversen seines Evangeliums zum Essen, um es vor Seuchen und Unfällen zu schützen. Lukas-Zettel wurden auch unheilbar Kranken und Frauen bei schwerer Geburt gegeben. Der Lukas-Tag bedeutet für Bauern den Beginn der Rübenernte. "Lukas-Gilden" sind Vereingungen christlicher Ärzte.
  • 1. Lesung

    2 Tim 4, 10-17b

    Demas hat mich aus Liebe zu dieser Welt verlassen und ist nach Thessalonich gegangen; Kreszenz ging nach Galatien, Titus nach Dalmatien. Nur Lukas ist noch bei mir. Bring Markus mit, denn er wird mir ein guter Helfer sein. Tychikus habe ich nach Ephesus geschickt. Wenn du kommst, bring den Mantel mit, den ich in Troas bei Karpus gelassen habe, auch die Bücher, vor allem die Pergamente. Alexander, der Schmied, hat mir viel Böses getan; der Herr wird ihm vergelten, wie es seine Taten verdienen. Nimm auch du dich vor ihm in Acht, denn er hat unsere Lehre heftig bekämpft. Bei meiner ersten Verteidigung ist niemand für mich eingetreten; alle haben mich im Stich gelassen. Möge es ihnen nicht angerechnet werden. Aber der Herr stand mir zur Seite und gab mir Kraft, damit durch mich die Verkündigung vollendet wird und alle Heiden sie hören; und so wurde ich dem Rachen des Löwen entrissen.
  • Evangelium

    Lk 10, 1-9

    Danach setzte der Herr weitere zweiundsiebzig Jünger ein und sandte sie je zwei und zwei vor sich her in alle Städte und Orte, wohin er gehen wollte, und sprach zu ihnen: Die Ernte ist groß, der Arbeiter aber sind wenige. Darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter aussende in seine Ernte. Geht hin; siehe, ich sende euch wie Lämmer mitten unter die Wölfe. Tragt keinen Geldbeutel bei euch, keine Tasche und keine Schuhe, und grüßt niemanden unterwegs. Wenn ihr in ein Haus kommt, sprecht zuerst: Friede sei diesem Hause! Und wenn dort ein Kind des Friedens ist, so wird euer Friede auf ihm ruhen; wenn aber nicht, so wird sich euer Friede wieder zu euch wenden. In demselben Haus aber bleibt, esst und trinkt, was man euch gibt; denn ein Arbeiter ist seines Lohnes wert. Ihr sollt nicht von einem Haus zum andern gehen. Und wenn ihr in eine Stadt kommt und sie euch aufnehmen, dann esst, was euch vorgesetzt wird, und heilt die Kranken, die dort sind, und sagt ihnen: Das Reich Gottes ist nahe zu euch gekommen.
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Prüfungssituationen sind immer auch Momente einer Läuterung und Klärung, die oft nicht einfach ist und der man bisweilen auch gerne aus dem Weg gehen möchte. Wird sie aber bestanden, verhilft sie zu größerer Freude und Gelassenheit. 

Bischof Franz Jung
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