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"Es geht ganz offensichtlich um die Glaubwürdigkeit der Kirche. Kirchliches Tun steht zusehends unter dem Zustimmungsvorbehalt des Einzelnen. Das ist die Herausforderung, mit der die Kirche heute umgehen muss. Als Kirche sind wir aufgefordert, uns selbst zu bekehren und Anstrengungen zu unternehmen, in einer Welt mit vielen Sinnangeboten Menschen für Christus zu gewinnen."

Bischof Franz Jung
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Kalenderblatt

Maria Magdalena

Datum
22.07.2019
Liturgische Farbe
weiß
Namenstag
Magdalena, , Maria, , Elvira
  • Tagesheiliger
  • 1. Lesung
  • Evangelium
  • Tagesheiliger

    Laurentius von Brindisi

    Ordensgeneral, Kirchenlehrer
    * 22. Juli 1559 in Brindisi in Italien
    † 22. Juli 1619 in Lissabon in Portugal


    Julius Caesar - so sein bürgerlicher Name - kam als Sohn wohlhabender Kaufleute aus Venedig zur Welt. Nach dem frühen Tod seiner Eltern schloss er sich im Alter von 16 Jahren dem Kapuzinerorden an. Laurentius studierte in Padua und wurde Lektor in Venedig. Er sprach mehr als sechs Sprachen fließend, sein Eifer galt aber vor allem dem Studium der Bibel, die er als seine "Braut" bezeichnete; ginge sie durch einen Brand verloren, so könnte er sie, sagte er, aus der Erinnerung vollständig im Urtext rekonstruieren. Laurentius wurde Provinzial seines Ordens in der Toskana, in Venedig, in Genua, dann in der Schweiz, schließlich Stellvertreter des Generaloberen.


    1602 wurde er selbst Ordensgeneral der Kapuziner. 1599 sandte Papst Clemens VIII. den begnadeten Prediger nach Deutschland, um im Land der Reformation den Orden zu verbreiten. Auf seinen Reisen durch Deutschland entdeckte er seine Liebe zu diesem Land, dem er auf dem Sterbebett sein Herz vermachte. In Österreich und Ungarn gelang es ihm, Ordensniederlassungen zu gründen. Im Krieg gegen die Türken von 1601 begleitete er die kaiserlichen Truppen und hatte durch sein mutmachendes seelsorgerisches Wirken wesentlichen Anteil am Sieg bei Stuhlweißenburg am 11. Oktober.


    Laurentius verfasste umfangreiches Schrifttum
    eine Fülle von Predigten, eine vollständige Mariologie und die "Lutheranismi Hypotyposis" zur Widerlegung der reformatorischen Theologie von Martin Luther. Während einer diplomatischen Mission starb er an seinem 60. Geburtstag in Portugal. In Villafranca del Bierzo in der nordspanischen Provinz Léon wurde er auf dem Armenfriedhof beigesetzt.


    Kanonisation
    1881 erfolgte die Heiligsprechung durch Papst Leo XIII.; 1959 erhielt er von Papst Johannes XXIII. den Ehrentitel eines Kirchenlehrers.
  • 1. Lesung

    Hld 3, 1-4a oder 2 Kor 5, 14-27

    1 Des Nachts auf meinem Lager suchte ich ihn, den meine Seele liebt. Ich suchte ihn und fand ihn nicht. 2 Aufstehen will ich, die Stadt durchstreifen, die Gassen und Plätze, ihn suchen, den meine Seele liebt. Ich suchte ihn und fand ihn nicht. 3 Mich fanden die Wächter bei ihrer Runde durch die Stadt. Habt ihr ihn gesehen, den meine Seele liebt? 4 Kaum war ich an ihnen vorüber, fand ich ihn, den meine Seele liebt.
  • Evangelium

    Joh 20, 1-2.11-18 [Eigentext]

    1 Am ersten Tag der Woche kam Maria von Magdala frühmorgens, als es noch dunkel war, zum Grab und sah, dass der Stein vom Grab weggenommen war. 2 Da lief sie schnell zu Simon Petrus und dem anderen Jünger, den Jesus liebte, und sagte zu ihnen: Sie haben den Herrn aus dem Grab weggenommen und wir wissen nicht, wohin sie ihn gelegt haben.
    11 Maria aber stand draußen vor dem Grab und weinte. Während sie weinte, beugte sie sich in die Grabkammer hinein. 12 Da sah sie zwei Engel in weißen Gewändern sitzen, den einen dort, wo der Kopf, den anderen dort, wo die Füße des Leichnams Jesu gelegen hatten. 13 Diese sagten zu ihr: Frau, warum weinst du? Sie antwortete ihnen: Sie haben meinen Herrn weggenommen und ich weiß nicht, wohin sie ihn gelegt haben. 14 Als sie das gesagt hatte, wandte sie sich um und sah Jesus dastehen, wusste aber nicht, dass es Jesus war. 15 Jesus sagte zu ihr: Frau, warum weinst du? Wen suchst du? Sie meinte, es sei der Gärtner, und sagte zu ihm: Herr, wenn du ihn weggebracht hast, sag mir, wohin du ihn gelegt hast! Dann will ich ihn holen. 16 Jesus sagte zu ihr: Maria! Da wandte sie sich um und sagte auf Hebräisch zu ihm: Rabbuni!, das heißt: Meister. 17 Jesus sagte zu ihr: Halte mich nicht fest; denn ich bin noch nicht zum Vater hinaufgegangen. Geh aber zu meinen Brüdern und sag ihnen: Ich gehe hinauf zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott. 18 Maria von Magdala kam zu den Jüngern und verkündete ihnen: Ich habe den Herrn gesehen. Und sie berichtete, was er ihr gesagt hatte.
Kalenderblatt

Zitat

"Es geht darum, sich mit großer Entschiedenheit der unbekannten Zukunft zu öffnen, in die Gott uns führen möchte. Aber es ist und bleibt ein Martyrium, ein schmerzhafter Weg mit Einschnitten und schmerzhaften Entscheidungen, der, wenn er gegangen wird, zum Zeugnis für eine große innere Freiheit wird."

Bischof Franz Jung
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