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Kalenderblatt

Wendelin, Einsiedler im Saarland (6. Jh.) bzw. Samstag der 28. Woche im Jahreskreis

Datum
20.10.2018
Liturgische Farbe
weiß
Namenstag
Wendelin, Vitalis, Ira
  • Tagesheiliger
  • 1. Lesung
  • Evangelium
  • Tagesheiliger

    Wendelin

    Einsiedler, Abt in Tholey, Nothelfer
    Attribute
    als Hirte, mit Schafen und Schweinen, als Pilger
    Patron der Hirten und Herden, Schäfer und Bauern; des Viehs; gegen Viehseuchen; für gedeihliche Witterung und gute Ernte
    Bauernregel
    "St. Wendelin, verlass’ uns nie, / schirm’ unsern Stall, schütz’ unser Vieh!"

    Wendelin war der Überlieferung nach ein schottischer Königssohn. Aus Ärger über seine religiöse Neigungen verlangte sein Vater von ihm, Schafe zu hüten. Mit sechs Genossen wollte er nach Rom wallfahrten, gelangte aber nur bis Trier. Dort stießen sie auf eine Gruppe von Laien, die gemeinsam wie in einem Kloster lebten. Wendelin übernahm Hirtendienste bei einem Edelmann und trieb das Vieh bis zu einem sieben Meilen entfernten Berg, wo er gerne betete. Der als räuberisch geschilderte Herr der Herde kam unerwartet vorbei und war erzürnt, dass Wendelin sich so weit entfernt hatte und ihm das zum Verzehr bestimmte Tier nicht rechtzeitig werde bringen können. Doch als der Erboste in seinen Hof zurückkam, war Wendelin bereits dort. Tief erschrocken bat der Herr Wendelin um Vergebung und baute ihm eine Zelle in der Nähe des benachbarten Klosters Tholey, dessen Mönche Wendelin zum Nachfolger ihres verstorbenen Abtes wählten, ohne dass Wendelin je Priester geworden war.
    Als Wendelin starb, bestatteten ihn seine Mönche, von vielen Kerzen umgeben, fanden aber am nächsten Morgen den Leichnam neben dem Grab. Sie nahmen dies als Zeichen, dass er woanders begraben sein wollte und spannten Ochsen vor einen Wagen; diese fuhren ihn, von selbst den Weg findend, auf den Berg, auf dem er betend so oft geweilt hatte.
    Eine große Wallfahrtsstätte entstand an der neuen Grabstelle, aus der sich die nach ihm benannte Stadt St. Wendel an der Saar entwickelte. Im Rheinmoselgebiet, aber auch in Bayern ist Wendelins Verehrung weit verbreitet.
  • 1. Lesung

    1 Kor 1, 26-31 bzw. Eph 1, 15-23

    Seht doch auf eure Berufung, Brüder! Da sind nicht viele Weise im irdischen Sinn, nicht viele Mächtige, nicht viele Vornehme, sondern das Törichte in der Welt hat Gott erwählt, um die Weisen zuschanden zu machen, und das Schwache in der Welt hat Gott erwählt, um das Starke zuschanden zu machen. Und das Niedrige in der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt: das, was nichts ist, um das, was etwas ist, zu vernichten, damit kein Mensch sich rühmen kann vor Gott. Von ihm her seid ihr in Christus Jesus, den Gott für uns zur Weisheit gemacht hat, zur Gerechtigkeit, Heiligung und Erlösung. Wer sich also rühmen will, der rühme sich des Herrn; so heißt es schon in der Schrift.
  • Evangelium

    Mt 19, 27-29 bzw. Lk 12, 8-12

    Da antwortete Petrus: Du weißt, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. Was werden wir dafür bekommen? Jesus erwiderte ihnen: Amen, ich sage euch: Wenn die Welt neu geschaffen wird und der Menschensohn sich auf den Thron der Herrlichkeit setzt, werdet ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten. Und jeder, der um meines Namens willen Häuser oder Brüder, Schwestern, Vater, Mutter, Kinder oder Äcker verlassen hat, wird dafür das Hundertfache erhalten und das ewige Leben gewinnen.
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Meine These ist, dass das Christentum schon immer politisch war - weil die Botschaft Jesu eine hochpolitische war und weil er sich für das Leben und vor allem die Not der Menschen interessiert hat. 

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