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Informationen, Regelungen und Angebote der Kirche in Unterfranken in der Coronakrise.

Diözesanrat für die Errichtung der Pastoralen Räume

Herbstvollversammlung des höchsten Laiengremiums im Bistum Würzburg coronabedingt als Hybridveranstaltung – Kritik an Instruktion aus Rom

Würzburg (POW) Geschlossen hat der Diözesanrat der Katholiken im Bistum Würzburg, das höchste Gremium gewählter Laienvertreter, am Samstag, 17. Oktober, für die geplante Errichtung von Pastoralen Räumen votiert. Bei einer Enthaltung sprachen sich die rund 100 teilnehmenden Delegierten der unter Coronabedingungen sowohl als Videokonferenz als auch als Sitzung in der Würzburger Sankt-Ursula-Schule durchgeführten Hybridveranstaltung dafür aus. Bischof Dr. Franz Jung schließt die Erprobungsphase im Programm „Gemeinsam Kirche sein – Pastoral der Zukunft“ am Samstag, 24. Oktober, im Rahmen eines Diözesanforums ab und gründet die neuen Pastoralen Räume, die in Form einer Karte offiziell vorgestellt werden. Erstmals seit seiner Amtseinführung vor wenigen Wochen nahm auch der neue Generalvikar Domdekan Dr. Jürgen Vorndran an einer Versammlung des Diözesanrats teil.

Vor dem Votum berichtete am Freitagabend, 16. Oktober, Domkapitular Christoph Warmuth, stellvertretender Leiter der Hauptabteilung Seelsorge, über den Stand der Gespräche in den sechs Dekanaten Miltenberg, Aschaffenburg-West und -Ost, Ochsenfurt, Karlstadt und Würzburg-links des Mains. Dort hatten zu Beginn des Jahres die hauptamtlichen Seelsorger und/oder der Dekanatsrat nicht mit der erforderlichen Zwei-Drittel-Mehrheit für den geplanten Zuschnitt der Pastoralen Räume votiert.

Warmuth erklärte, es sei nicht immer möglich, eine Traumlösung zu finden und er verstehe, wenn in manchen Dekanaten die Angst vor Zentralismus bestehe. Er betonte, dass die Pastoralen Räume aber beim Programm „Gemeinsam Kirche sein – Pastoral der Zukunft“ im Frühjahr 2022 ohnehin einer Überprüfung unterzogen würden, um zu sehen, ob sie in der Praxis funktionierten. Martin Fleckenstein, Vorsitzender des Dekanatsrats Aschaffenburg-Ost erklärte, dass sein Gremium mit den Verantwortlichen der Hauptabteilung Seelsorge und dem Team der Gemeindeentwicklung und pastoralen Konzeption um Pastoralreferentin Monika Albert gute Gespräche geführt habe. Nach einer anfänglichen Resignation wollten die Ehrenamtlichen vor Ort sich jetzt der Herausforderung stellen.

Bei einer Aussprache mit Generalvikar Vorndran monierten einige Delegierten die Priesterzentrierung der kürzlich veröffentlichten vatikanischen Instruktion mit dem Titel „Die pastorale Umkehr der Pfarrgemeinde im Dienst an der missionarischen Sendung der Kirche“. Damit würden die Möglichkeiten eine Beteiligung von Nichtklerikern bei der Gemeindeleitung extrem beschnitten. „Hier wurde durch Regelungen bis ins Detail das ‚Band der Einheit‘ der Kirche so eng gezogen, dass es einzelne stranguliert“, sagte Vorndran. Es sei aus seiner Sicht wichtig, dass die Ortskirchen sich jeweils mit ihrer Kompetenz einbringen können. Der Generalvikar riet dazu nachzudenken, was der Kern der Instruktion sei, den man sich zu Eigen machen könne. Für ihn sei das, dass Hirte und Herde nicht zu weit voneinander entfernt sein sollen. „Damit ist für mich die Instruktion entschärft.“ Es sei aber etwas anderes, über das Priesterbild des römischen Dokuments zu reden. Auch Bischof Jung bezog vor dem Diözesanrat Stellung zu der Instruktion aus dem Vatikan (siehe eigener Bericht).

Ausgiebig beschäftigten sich die Delegierten mit den Satzungen für die Gremien, die künftig auf Ebene der Pastoralen Räume einerseits, aber weiterhin auch auf der Ebene von Pfarreiengemeinschaft oder der Pfarrei gewählt werden sollen. Diözesanratsvorsitzender Dr. Michael Wolf sprach von einer wichtigen Kärrnerarbeit, die im kommenden Frühjahr abgeschlossen sein müsse, weil 2022 turnusmäßig die nächsten Pfarrgemeinderatswahlen anstehen.

Bischof Jung feierte am Freitagabend mit den Mitgliedern des Diözesanrats in der Würzburger Franziskanerkirche eine Messe. In seiner Predigt zitierte er Papst Franziskus, der in Evangelii Gaudium betont habe, dass Glaube kein Privateigentum ist. „Glaube ist immer aufgerufen, öffentlich zu werden.“ Das bedeute zum Beispiel, dass Christen auch so von anderen reden sollten, dass sie sich nicht dafür schämen müssten. „Als Christen sind wir berufen, uns um den Aufbau einer besseren Welt zu kümmern“, betonte der Bischof.

mh (POW)

(4320/1089; E-Mail voraus)

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