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Insta-Talk zur Fastenzeit: Bischof Jung trifft Landtagspräsidentin Aigner – Corona als vielfältige Herausforderung

Würzburg (POW) Am meisten fehlen Landtagspräsidentin Ilse Aigner in der Corona-Pandemie die direkten Begegnungen mit Menschen. Das erklärte sie am Montagabend, 1. März, im Gespräch mit Bischof Dr. Franz Jung. In der Reihe #zwei1einhalb auf dem Social-Media-Kanal Instagram @bistumwuerzburg tauschten sich der Bischof und die Politikerin via Internet aus. Im knapp halbstündigen Gespräch beleuchteten die beiden, wie sich die Corona-Pandemie auf den Alltag auswirkt und wie Fasten, Beten und Almosen geben konkret aussehen können.

Aigner sagte, dass dank moderner Kommunikationsmittel wie dem Internet, Smartphones und Tabletcomputern in der aktuellen Pandemie viele Kommunikationsmöglichkeiten bestünden. „Stellen wir uns vor, was in dieser Situation vor 20 Jahren gewesen wäre.“ Viele Senioren nutzten gern die Angebote von gestreamten Gottesdiensten. Oft helfe eine Enkelin, ein Enkel, der zeige, wie das gehe, sagte die Landtagspräsidentin.

Bischof Jung berichtete seiner Gesprächspartnerin unter anderem vom Corona-Gedenkgottesdienst am zurückliegenden Samstag im Dom. Dieser sei ihm und vielen Menschen ein Anliegen gewesen, da ein Verabschieden von Angehörigen am Sterbebett oder auch bei der Beisetzung aufgrund staatlicher Vorgaben zum Teil nicht möglich gewesen sei.

Aigner berichtete, dass es für sie eine wichtige Kraftquelle sei, sich regelmäßig aus dem Alltagstrubel zurückzuziehen und an einem abgeschiedenen Ort ganz ohne Handy den Gedanken nachzugehen, „am liebsten auf dem Berg“. Es sei wichtig, dem nachzuspüren, was im Leben wirklich wichtig sei.

Gerade in der aktuell schwierigen Pandemie-Zeit empfehle es sich, den Menschen im Umfeld ein gutes Wort zu schenken. „Zuspruch und Zuwendung tun jedem gut“, sagte Aigner. Schon vor rund einem Jahr habe sich beispielsweise gezeigt, dass die große Herausforderung der Schutz des Nächsten sei. Die damals empfohlenen Alltagsmasken dienten nämlich ausschließlich dem Schutz des Gegenübers. „Wenn wir aber aufeinander achten, ist an alle gedacht“, betonte Aigner.

Bischof wie Landtagspräsidentin stellten fest, dass in öffentlichen Diskussionen zur Pandemie oft ein rauer Ton vorherrsche. Das habe das Bistum unter anderem erfahren, als vorübergehend öffentliche Gottesdienste ausgesetzt wurden. Bischof Jung sprach von einer „Gratwanderung“, bei der es immer darum gehe, das zu tun, was verantwortbar sei.

Es gibt laut Aigner nach wie vor viele offene Fragen zu Corona. „Andere Meinungen müssen sein“, gleiches gelte für die Diskussion. Schwierig ist es in den Augen der Politikerin, wo wissenschaftliche Fakten nicht mehr akzeptiert würden. „Gespräche mit Menschen aus diesen Blasen sind frustrierend.“

Für die nahe Zukunft sei es ihr Hauptziel, das Parlament trotz der Coronabeschränkungen am Laufen zu halten, erklärte die Landtagspräsidentin. Es gelte, besondere Vorsicht walten zu lassen, da die Landtagsabgeordneten aus allen Regionen des Freistaats nach München kommen und auch regelmäßig in die Heimat zurückgehen. Zum Schutzkonzept gehörten Masken ebenso wie Schnelltests. Besuchergruppen wie Schulklassen gebe es derzeit nicht im Maximilianeum. Dieser direkte Austausch fehle, hob Aigner hervor.

Das komplette Gespräch gibt es im Internet unter biwue.de/anregungen-fastenzeit zum Nachsehen.

In der Reihe sind noch Gespräche mit folgenden Personen geplant:

  • Montag, 8. März, 17 Uhr, Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland

  • Donnerstag, 11. März, 18.30 Uhr, Martina Ullrich, Ministrantin in Gerlachshausen und Pfadfinderin vom Stamm Stadtschwarzach

  • Donnerstag, 18. März, 18.30 Uhr, Bischof Bernardo Johannes Bahlmann, Bischof des brasilianischen Partnerbistums Óbidos in Amazonien

  • Dienstag, 23. März, 16 Uhr, Katharina Ziegler, Projekt-Ingenieurin, Regionalvorstand des Bunds der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) Aschaffenburg

  • Freitag, 26. März, 18.30 Uhr, Elke Wolz-Nagl, Leiterin des Hauses für Kinder, Caritas-KiTa Gaukönigshofen

  • Dienstag, 30. März, 18.30 Uhr, Familie geplant

mh (POW)

(0921/0227; E-Mail voraus)

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