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Ostergeschichte im Lego-Kleinformat

Verein Bibelwelten zeigt ab Aschermittwoch in Haßfurt „Die Welt der kleinen Steine“ – Ökumenischer und coronakonformer Zugang zu Jesu Leiden und Auferstehung

Haßfurt (POW) Jesus und seine Dornenkrone sind aus Kunststoff. Das große Kreuz, an dem er hängt, der ganze Berg Golgotha und alle Personen, die in der Szene zu sehen sind, auch: Die Kreuzigung ist eine von sieben Darstellungen von Ereignissen aus der Ostergeschichte, die ab Aschermittwoch, 17. Februar, in der Innenstadt von Haßfurt (Landkreis Haßberge) verteilt in Schaufenstern zu sehen sind. Unter dem Titel „Die Welt der kleinen Steine – Ein Ostergarten aus Lego“ lädt der ökumenische Verein Bibelwelten bis einschließlich Mittwoch, 3. März, dazu ein, die Erzählung vom Leiden, Sterben und der Auferstehung Jesu neu zu entdecken – an der frischen Luft und daher coronakonform.

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„Das Anliegen des Vereins Bibelwelten ist es, lebendige, erfahrungsbezogene und ganzheitliche Zugänge zur Bibel und ihren Glaubensaussagen zu erschließen. Wir tun das durch zahlreiche Projekte wie die ganzjährige Jesus-Ausstellung, den alljährlichen Ostergarten, Sonderausstellungen im Bibelturm und weitere Bildungsangebote“, sagt Angelika Reinhart, Religionslehrerin im Kirchendienst. Der Lego-Ostergarten sei eher zufällig aus der Taufe gehoben worden. „Normalerweise laden wir jedes Jahr Gruppen ein, sich ab Januar anzumelden. Von Aschermittwoch bis Ostersonntag erhalten diese dann im so genannten ‚Bibelturm‘, dem Unteren Turm hier in Haßfurt, eine thematische Führung.“ Das Konzept erfreue sich großer Beliebtheit, das belegten durchschnittlich 2500 Besucher pro Jahr. „Darunter sind Firmgruppen, Vorschulkinder, Schulklassen, Kommuniongruppen, Konfirmanden, aber auch Pfarrgemeinderäte und andere religiöse Gruppierungen“, sagt Reinhart. Von Bamberg bis Mellrichstadt, von Wiesentheid bis Aschaffenburg reisten die Menschen an, um das Angebot anzusehen.

Als vergangenes Jahr klar gewesen sei, dass der übliche Ostergarten im Turm unter Coronavorgaben 2021 nicht in gewohnter Form stattfinden könne, habe der Verein sich auf die Suche nach Alternativen gemacht. Vieles sei angedacht und dann wieder verworfen worden. „Schließlich hat es sich ergeben, dass Pfarrerin Doris Otminghaus über ihren Bruder von der ‚Welt der kleinen Steine‘ wusste.“ Dahinter verbirgt sich eine Sammlung von sieben relativ großformatigen Szenen der Ostergeschichte aus Legosteinen. Zwei Gemeindereferenten aus Werl im Erzbistum Paderborn schufen diese vor fünf Jahren und stellen die Sammlung seither für Ausstellungen im kirchlichen Kontext zur Verfügung, normalerweise mit langer Warteliste. „Als wir von den Bibelwelten anriefen sagten sie, dass gerade coronabedingt ein Ausleiher abgesagt habe.“ Somit ist die „Welt der kleinen Steine“ erstmals in Bayern zu sehen.

Gewöhnlich würden die Darstellungen aus Legosteinen unter ständiger Anwesenheit einer Aufsicht alle zusammen in einem großen Raum gezeigt. „Dort können die Besucher sich dann ausführlich mit dem Gezeigten auseinandersetzen“, sagt Reinhart. Das geschehe unter anderem, indem jeder Besucher eine Karte mit dem Legoabbild von einem der zwölf Apostel zieht und dann auf der Rückseite vier Fragen als Anregung zur Vertiefung bekommt: „Wo stehst Du? Was machst Du da? Kannst Du sagen, was Du gerade über die Situation denkst? Kannst Du Dein Gefühl beschreiben?“

Da das Verteilen derartiger Karten nicht möglich ist, sind die Besucher eingeladen, sich am Start des Rundwegs am Unteren Turm einen der auf DIN-A4-Format vergrößerten Apostel auszusuchen und mit dem Handy abzufotografieren. Damit wird es dann leichter, die betreffende Figur in der jeweiligen Szene zu entdecken. „Bei jeder Darstellung steht eine Schauwand, auf der neben einem Detailfoto der Lego-Szene die jeweilige Bibelstelle nachzulesen ist. Wir haben jeweils noch Aufsteller mit Impulsen hinzugefügt, die zur Auseinandersetzung mit dem Dargestellten einladen.“

Die erste Station und damit Ausgangspunkt des Wegs durch die Ostererzählung ist der Bibelturm, das Untere Stadttor, Hauptstraße 86. Von dort führt der Weg über das ehemalige Schreibwarengeschäft in der Brückenstraße (neben dem Kunsthaus) zur Rummelsberger Diakonie, Hauptstraße 11. Von dort geht es über das Evangelische Gemeindehaus, Heideloff-Platz 12, zum Dokumentationszentrum neben der Ritterkapelle, Obere Vorstadt 17, und über den Welt-Laden in der Lucengasse zum Katholischen Pfarrheim, Pfarrgasse 4. „Am Bibelturm liegt in einer Kiste ein Quiz aus, das zu lösen die Besucher des Rundwegs eingeladen sind. Das Blatt können sie am Ende in den Briefkasten beim Pfarrheim einwerfen – gerne auch mit einer Spende zur Deckung der Kosten, die für das Begleitmaterial und den Transport der Lego-Ausstellung entstanden sind“, erklärt Reinhart. Den Gewinnern bei der Verlosung winkt im Übrigen die kostenlose Teilnahme am Ostergarten 2022. „Wir gehen davon aus, dass wir dann wieder das gewohnte Format anbieten können.“

Das Bayerische Fernsehen berichtet über den Lego-Ostergarten am Aschermittwoch um 17.30 Uhr in der „Frankenschau aktuell“.

Nähere Informationen zum Projekt im Internet unter https://www.bibelwelten.de/startseite/projekte/ostergarten/.

mh (POW)

(0721/0168; E-Mail voraus)

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