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Solarstrom für das Kinderheim

Wie eine groß angelegte Spendenaktion dem Kinderheim der Oberzeller Schwestern in Südafrika hilft

Mbongolwane/Kloster Oberzell (POW) Vor wenigen Tagen ist die neue Solaranlage im Kinderheim Sankt Joseph im südafrikanischen Mbongolwane in Betrieb gegangen. Im November 2019 hatten die Oberzeller Schwestern ein Spendenprojekt gestartet, um die neue Anlage zu finanzieren. Innerhalb von sechs Monaten kamen 23.000 Euro zusammen – genug, um eine lokale Firma mit der Planung und Installation der neuen Anlage zu beauftragen, teilt der Orden mit.

„Die stetig steigenden Stromkosten haben unser monatliches Budget immer stärker belastet“, sagt die deutsche Entwicklungshelferin Julia Scharnagl, die das Projekt vor Ort in Südafrika betreut. „Künftig hoffen wir, die Kosten deutlich zu senken und gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.“ Insgesamt 65 Panels wurden auf den Dächern von Sankt Joseph installiert, um tagsüber jede Menge umweltfreundliche Solarenergie zu produzieren. Mehr als 300 Sonnentage pro Jahr sind in der Gegend um Mbongolwane der Normalfall. Bei schlechtem Wetter und nachts springt weiterhin der nationale Stromanbieter ESKOM ein. Damit an Sonnentagen möglichst wenig Energie verloren geht, wird überschüssiger Solarstrom zudem in den Kreislauf der Missionsstation zurückgeleitet.

Die finanzielle Entlastung hilft Sankt Joseph nach eigenen Angaben in einer schwierigen Phase. Die Corona-Pandemie hat das Land Südafrika hart getroffen. Bislang gibt es weder bei Mitarbeitern noch Kindern im Heim einen positiven Fall. Allerdings hat das Kinderheim der Oberzeller Schwestern seit Monaten mit steigenden Kosten zu kämpfen. Fast fünf Monate lang konnten die 30 Mädchen und Jungen aus Sankt Joseph weder Kindergarten noch Schule besuchen, wo sie tagsüber normalerweise betreut und versorgt werden. Einige der Kinder leiden unter Vorerkrankungen wie HIV; entsprechend groß war die Sorge, dass sie sich mit Covid-19 anstecken könnten.

Künftig kann das durch die Solaranlage gesparte Geld direkt in die Mädchen und Jungen im Kinderheim investiert werden. Wenn alles nach Plan verläuft, könnte die Solaranlage in fünf bis sieben Jahren komplett refinanziert sein. Das freut auch Schwester Assumpta Hadebe, Regionaloberin der Konvente in Südafrika und Managerin des Kinderheims Sankt Joseph. „Wir sagen ‚Siyabonga‘, vielen Dank, an alle Spender in Deutschland. Ohne ihre Hilfe wäre dieses Projekt niemals möglich gewesen.“

(3720/0920; E-Mail voraus)

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