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Impulse

Unterschiedlichste Autoren im Bistum Würzburg veröffentlichen regelmäßig spirituelle Texte in Tageszeitungen, im Internet oder in Druckwerken. Die Interpretationen der christlichen Botschaft bestärken im Glauben, im alltäglichen Leben und regen zum Nachdenken an. Einige dieser Texte stellen wir hier für Sie zusammen.

Wort zum Wochenende am 3. Dezember 2021

Ach zieh mit deiner Gnade ein

Advent bedeutet deshalb in diesem Jahr für mich, mein Herz neu zu öffnen für das Gute und die Menschenfreundlichkeit, die wir an Weihnachten mit Gottes Menschwerdung feiern, so Gemeindereferentin Alexandra Eck.

Wenn es nach mir ginge, dann hätte das Wort "mütend" das Zeug zum Unwort des Jahres 2021.

"Mütend" - diese Wortneuschöpfung setzt sich zusammen aus den Begriffen "müde" und "wütend" und gilt als ein Vorschlag unter mehreren anderen, aus der die Jury in diesem Jahr wählen soll.

Beides trifft meine Gemütslage aktuell sehr genau:

Nach nunmehr 21 Monaten Leben mit der Pandemie, mit den sich immer wieder ändernden, mal gelockerten, mal verschärften Corona-Regeln liegen die Nerven blank und der Ton wird rauer.

Nicht erst seit Corona senden viele in Mails oder in den sozialen Netzwerken die eigene Meinung oft emotional und nicht immer reflektiert in das World Wide Web und machen so ihrem Unmut, ihrer persönlichen Empörung Luft. Und dieser aggressive Umgang setzt sich in persönlichen Begegnungen fort:

Alle, die sich seit den vielen Monaten engagieren, um das Zusammensein von Menschen unter den gegebenen Umständen sicher und verantwortet zu ermöglichen, können da ihr Leid klagen.

Ich denke z.B. an unsere ehrenamtlichen Helfer/-innen, die an unserem Dom und den vielen anderen Kirchen den Empfangsdienst übernehmen, damit wir unsere Kirchen auch weiterhin für alle offen halten und miteinander Gottesdienst feiern können. Schade, dass nicht von allen Besuchern dieser Dienst gleichermaßen wertgeschätzt wird.

So sind viele wütend und müde zugleich angesichts der für uns alle herausfordernden Situation.

Ich nehme es bei mir selbst, aber auch im Gespräch mit anderen wahr: Nicht nur die Situation als solche, auch zu viele negative Gedanken, andauernde Kritik und Beschwerde machen mir das Leben - und noch viel mehr - das Herz schwer. Sie verstellen mir den Blick auf die möglicherweise guten Absichten anderer und die positiven Begegnungen und Erlebnisse in meinem Alltag.

Am Sonntag feiern wir in der Kirche den 2. Advent. Die Tage vor Weihnachten sind eine Zeit der Besinnung und der Umkehr. Sie laden uns ein, uns unserer eigenen Sehnsüchte und wirklichen Herzenswünsche bewusst zu werden. Advent bedeutet deshalb in diesem Jahr für mich, mein Herz neu zu öffnen für das Gute und die Menschenfreundlichkeit, die wir an Weihnachten mit Gottes Menschwerdung feiern.

Und so singe ich deshalb in diesem Advent noch inniger als sonst das Lied "Macht hoch die Tür". Da heißt es in der letzten Strophe: "Komm, oh mein Heiland Jesu Christ, meins Herzens Tür dir offen ist. Ach zieh mit deiner Gnade ein, dein Freundlichkeit auch uns erschein. Dein Heilger Geist uns führ und leit den Weg zu ewgen Seligkeit. Dem Namen dein, oh Herr, sei ewig Preis und Ehr."

Alexandra Eck, Referentin für die Besucherpastoral am Kiliansdom Würzburg

Der Impuls "Wort zum Wochenende" erscheint wöchentlich auf der Internetseite der Kirche in der Region Würzburg.

Wort zum Wochenende

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