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Impulse

Unterschiedlichste Autoren im Bistum Würzburg veröffentlichen regelmäßig spirituelle Texte in Tageszeitungen, im Internet oder in Druckwerken. Die Interpretationen der christlichen Botschaft bestärken im Glauben, im alltäglichen Leben und regen zum Nachdenken an. Einige dieser Texte stellen wir hier für Sie zusammen.

Wort zum Wochenende vom 1. Januar 2021

Ein Neuanfang in 2021

Zur Ruhe kommen, Vertrauen stärken, sich innerlich stark machen, das alles sind Gesichter des Trostes, so Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran

2020 - was für ein Jahr für uns alle! Wir mussten auf so vieles verzichten! Manchmal stand sogar Trostlosigkeit im Raum: Die Infektionszahlen, das Schrumpfen der Wirtschaft, die Sparzwänge. Von 2021 erwarten wir einen Neuanfang. Auf jeden Fall wird es wichtig sein, sich im neuen Jahr Quellen des Trostes zu erschließen!

Zugegeben: Als junger Mensch konnte ich mit dem Wort „Trost“ nichts Rechtes anfangen. Es klang mir zu betulich, wie eine hohle Phrase.

Je älter ich werde, umso mehr wird mir bewusst: Trost ist unschätzbar wichtig, wenn ein Mensch in einer aussichtslosen Lage steckt. Ich muss an alte und kranke Menschen denken, die im Seniorenheim oder im Krankenhaus nicht besucht werden dürfen. Manchen fehlt die geistige Kraft, um zu verstehen, warum keiner kommt. Wer Trost sucht, fragt sich:

„Auf wen ist Verlass?

Wer steht mir bei?

Wer hält mir die Treue?“

Er oder sie fühlt sich im Stich gelassen. Das kann auch junge Menschen treffen, die in der Schule oder an der Universität gemobbt werden. Wie schöpft da jemand neuen Mut?

Ein erster Schritt kann sein, sich innerlich stark zu machen:

zur Ruhe kommen, Vertrauen stärken, Lebensmut finden – das alles sind Gesichter des Trostes! Im Glauben kann ich meine Überzeugung bekräftigen: Auf Gott ist Verlass! Er steht mir bei! Er hält mir die Treue!

An Silvester 2020 kommt mir ein Kronzeuge in den Sinn, der genau dafür steht. Ihm ist es in einer schier aussichtslosen Situation gelungen, nicht zu verzweifeln. Sein Name ist Dietrich Bonhoeffer. Er hat im Gefängnis zum Jahreswechsel 1944/45 ein Gedicht verfasst, das uns den Weg zur Quelle des Trostes zeigt. Dietrich Bonhoeffer hat Geborgenheit gefunden im Glauben an Gott und an das Gute. So konnte er schreiben: „Von guten Mächten treu und still umgeben, behütet und getröstet wunderbar. So will ich diese Tage mit euch leben und mit euch gehen in ein neues Jahr.“

Ich wünsche Ihnen einen guten Beschluss des Jahres 2020: Dass Sie dieses schwere Jahr verabschieden und hinter sich lassen können! Ich wünsche Ihnen aber auch Gottes Segen für das neue Jahr 2021, dass Sie mit dem Glauben an die Kräfte des Guten das neue Jahr 2021 gestalten, innerlich behütet und getröstet wunderbar!

Dr. Jürgen Vorndran

Generalvikar und Domdekan

Der Impuls "Wort zum Wochenende" erscheint wöchentlich auf der Internetseite der Kirche in der Region Würzburg.

Wort zum Wochenende

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