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Impulse

Unterschiedlichste Autoren im Bistum Würzburg veröffentlichen regelmäßig spirituelle Texte in Tageszeitungen, im Internet oder in Druckwerken. Die Interpretationen der christlichen Botschaft bestärken im Glauben, im alltäglichen Leben und regen zum Nachdenken an. Einige dieser Texte stellen wir hier für Sie zusammen.

Kreuzwort vom 17. Oktober 2020

Gespräche über Gott

Was passiert, wenn Sie die Augen schließen und versuchen, sich Gott vorzustellen? Kommt Ihnen ein Bild, eine Melodie, ein Gefühl, eine Farbe? Oder bleibt alles schwarz?

Vielleicht spukt Ihnen auch das Bild vom alten Mann mit Bart im Kopf herum. Es wurde in Zeiten geprägten, als man sich Gott nur als Patriarch vorstellen konnte, als den in Weisheit ergrauten Anführer seiner Sippe. Dieses Bild lebt heute vor allem in Karikaturen und in den Köpfen derer fort, die sich seit ihrer Kindheit nicht mehr viele Gedanken über Gott gemacht haben.

Vielleicht kenne Sie auch das Gebot im Alten Testament, in dem es heißt, dass man sich kein Bild von Gott machen soll. Das ist schwer für uns Menschen, die wir uns unbedingt ein Bild machen müssen, wenn wir eine Beziehung zu etwas oder jemanden aufbauen wollen. Doch das Gebot warnt zu recht vor einer großen Gefahr: Wir dürfen Gott nicht in eine bestimmte menschliche Vorstellung einschließen und dieses Bild dann über alle anderen erheben. Gott ist größer als jede unsere Vorstellung von ihm!

Deswegen ist es gut, mit anderen über Gott im Gespräch zu bleiben. Dazu gehört ein bisschen Mut, denn Glaubensgespräche sind etwas Intimes. Dabei helfen können persönlichen Erfahrungen. Die Autoren der Bibel waren darin Meister: Gott ist da mal Arzt, mal Richter, mal Hüter des Weinberges, mal eine um ihre Küken besorgte Henne, mal der Vater im Himmel. Gottes Regungen erscheinen menschlich, weil es ja Menschen sind, die ihn beschreiben. Mal ist er zornig, mal eifersüchtig, mal liebevoll, mal besorgt. Wer und wie also ist er wirklich? 

Auch in diesem Kreuzwort werden Sie keine endgültige Antwort auf diese Frage bekommen. Stattdessen lade ich Sie ein: Machen Sie sich auf die Suche nach Ihren Gotteserfahrungen. Und tauschen Sie sich darüber mit anderen aus, um nicht der Gefahr zu erliegen, dass selbstgemachte Bild also absolut zu setzen. Gehen Sie mutig an eines der großen Tabuthemen unserer Zeit: Reden Sie über Gott!

Und rechnen Sie mit Überraschungen. Eine Geschichte des Liedermachers Hermann van Veen erzählt von dem Mann, der sich auf den Weg zu dem Häuschen macht, in dem Gott wohnt. Unterwegs überlegt er, welche klugen Fragen er ihm stellen wird. Als er an der Haustür läutet öffnet ein liebes, altes Frauchen die Türe. Auf seine Frage „Ist Gott zuhause?“ antwortet sie: „Du sprichst mit ihm“.

Burkard Vogt, Gemeindereferent in der Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit der Diözese Würzburg

Das Kreuzwort erscheint jeden Samstag im Serviceteil der Lokalzeitung “Main Echo” und online auf der Internetseite der Region Aschaffenburg.

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