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Impulse

Unterschiedlichste Autoren im Bistum Würzburg veröffentlichen regelmäßig spirituelle Texte in Tageszeitungen, im Internet oder in Druckwerken. Die Interpretationen der christlichen Botschaft bestärken im Glauben, im alltäglichen Leben und regen zum Nachdenken an. Einige dieser Texte stellen wir hier für Sie zusammen.

Wort zum Wochenende am 28. Mai 2021

Jetzt sind wir dran

So schön es auch ist, Feste zu feiern, der Alltag darf nicht zu kurz kommen, so Dekan Werner Vollmuth.

So schön es auch ist, Feste zu feiern, der Alltag darf nicht zu kurz kommen. Denn ohne den Alltag gibt es ja auch keine Feste. Kirchlich-liturgisch gesehen endet der Osterfestkreis mit dem Pfingstfest und der Alltag beginnt auch in dieser Hinsicht.

Im Grunde ist es schön, dass da am Ende dieser Festzeit Christi Himmelfahrt und Pfingsten als Feste stehen. Denn bevor Christus in den Himmel auffährt, sendet er seine Jünger in die Welt. Sie werden gefragt: Was steht ihr da und schaut zum Himmel? Sie sollen nun selbst aktiv werden und im Auftrag und nach dem Beispiel Jesu leben und die Botschaft weitertragen durch ihr Leben und ihr Zeugnis. Es reicht nicht, zum Himmel empor zu schauen und von dort alles zu erwarten. Die Jünger sind dran, wir Menschen sind dran. Und dazu bekommen sie noch die Zusage, dass der Gottesgeist als Beistand sie in alle Wahrheit einführen wird. Sie sollen - gestärkt - ihren eigenen Fähigkeiten trauen und trotz aller Unzulänglichkeit die Botschaft Jesu in der Welt und in der Gesellschaft gleichsam einpflanzen.

Über alle Generationen hinweg haben Menschen diesen Auftrag angenommen und weitergetragen bis in unsere heutige Zeit. Und jetzt sind wir dran, wir, die wir uns haben anstecken lassen. Jetzt kommt es auf uns an, die alte und immer neue Botschaft ins Heute zu übersetzen. Dass wir vieles neu übersetzen müssen, damit die Menschen es heute begreifen, muss einen nicht wundern. Wir können nicht mir den Worten und den Beispielen von früher, auch nicht mit den Strukturen von irgendwann, heute Kirche leben und Sauerteig sein für die Gesellschaft. Da regt sich freilich bei manchen Widerspruch, die da sagen, es müsse alles so bleiben, wie es war. Auch Aussagen wie: Wir haben keine Vollmacht, dies oder jenes neu zu beschreiben und zu leben!, sind im Grunde weltfremd und Jesus-fremd zugleich. Für ihn war es klar. Er nahm die Wirklichkeit der Menschen seiner Zeit und ihre Erfahrungswelt und sprach in diese Realität hinein vom Reich Gottes. Und mit Reich Gottes meinte er das Leben der Menschen, ihr Miteinander in Friede und Gerechtigkeit und im Vertrauen auf den lebendigen Gott. Dieser ist es, der die Menschen liebt und ernst nimmt in ihrer Art. Gott ist es, der alle ins Dasein geliebt hat und dem nichts Menschliches fremd ist. Gott ist es, der alles, was er geschaffen hat, segnet, damit es sich entfalten kann. Jesus hat es uns durch sein Leben gezeigt, dass er nur gegen Selbstgerechtigkeit und Ausgrenzung laut wird. Im Abendmahlssaal, als er die Jünger mit dem Gottesgeist anhaucht, beauftragt er sie und uns zur Versöhnung, damit wir begreifen: Wir schaden uns selbst und fehlen gegen das Reich Gottes, wo immer wir unversöhnt ausgrenzen.

Ich wünsche uns allen, die Offenheit für den Gottesgeist, der uns spüren lässt: Wir sind dran. Er ist es auch, der uns ermutigt, im Heute zu leben, das Leben zu wagen und, wie Frere Roger Schütz es gesagt hat, das vom Evangelium zu leben, was wir begriffen haben.

Werner Vollmuth, Dekan und Priesterseelsorger der Diözese Würzburg

Der Impuls "Wort zum Wochenende" erscheint wöchentlich auf der Internetseite der Kirche in der Region Würzburg.

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